Archiv für den Monat: Januar 2009

Umweltprämie / Abwrackprämie / Antrag, Förderrichtlinie mit einigen Unklarheiten

Mittlwerweile wurde die Förderrichtlinie von der Bafa veröffentlicht, ein Link zum Download ist hier zu finden.

In der Richtlinie finden sich einige Klarstellungen. Einen Prämienanspruch haben nur Privatpersonen, das heißt, die Zulassung auf eine Firma ist nicht förderfähig. Bei einem Einzelunternehmen ist der Unterschied für die Bafa sicherlich nicht zu erkennen, so dass vermutlich auch eine Auszahlung für zum Betriebsvermögen eines Einzelunternehmens gehörende Fahrzeuge eine Prämie bekommen könnten. Spätestens bei der nächsten Betriebsprüfung durch das Finanzamt dürfte dies aber bemerkt werden.

Offenbar ist auch der Erwerb von Fahrzeugen die Werksangehörigen eines Automobilkonzerns möglich, die Richtlinie 4.3 hierzu lautet:

  • Das Fahrzeug
  • muss zum ersten Mal zugelassen sein
  • oder
  • darf – zurückgerechnet vom Zeitpunkt der Zulassung auf den Antragsteller/die
  • Antragstellerin – längstens ein Jahr einmalig auf einen Kfz-Hersteller, dessen Vertriebsorganisationen oder dessen Werksangehörigen, einen Kfz-Händler, eine herstellereigene Autobank, ein Automobilvermietungsunternehmen oder eine Automobilleasinggesellschaft zugelassen gewesen sein (Jahreswagen).

Als Nachweis hierfür muß der Hersteller bescheinigen, dass der Erstbesitzer ein Werksangehöriger ist.

In der Richtlinie finden sich im Gegensatz zu den bisherigen Aussagen der Bundesregierung allerdings auch einige Unklarheiten.

Absatz 4.3 der Richtlinie

Das Fahrzeug muss im Inland auf den Antragsteller/die Antragstellerin zugelassen sein.
Dies gilt auch für Leasingfahrzeuge

In den letzten Tagen war zu hören, dass die Umweltprämie auch für Leasingfahrzeuge in Anspruch genommen werden kann. Leasingfahrzeuge werden aber immer auf die Leasinggesellschaft zugelassen. Insofern ist bei der genauen Anwendung der Richtlinie keine Förderung für Leasingfahrzeige möglich.

Die Förderung ist übrigens nicht personengebunden, dass heißt beim Erfüllen der Voraussetzungen (Verschrottung und Neukauf) kann man die Prämie auch mehrfach bekommen.

Der Antrag auf Umweltprämie ist spätestens bis zum 31.01.2010 zu stellen, die Verschrottung und Neuzulassung muß aber bis zum 31.12.2009 erfolgt sein.

Es ist zwingend das Antragsformular zu verwenden

Geduld bei der Auszahlung der Abwrackprämie bzw. Umweltprämie

Heute war den Nachrichten zu entnehmen, dass das Bafa davon ausgeht die ersten Umweltprämien Anfang März 2009 auszahlen zu können. Man werde notfalls auch das Personal aufstocken, damit die Prämie möglichst schnell als Konjunkturmotor wirken kann.

Beim Antrag ist zu beachten, dass dort die Originalunterlagen eingereicht werden sollen, der Versand des Antrags per Einschreiben mit Rückschein macht nicht nur Sinn, um sich vor dem Verlust zu schützen, man kann, falls das Prämienvolumen erschöpft ist auch nachweisen, wann sein Antrag eingegangen ist.

Antrag auf Umweltprämie / Abwrackprämie jetzt herunterladen

Den Antrag auf Umweltprämie bzw. Abwrackprämie in Höhe von EUR 2.500,00 können Sie auf dieser Seite herunterladen http://www.bafa.de/bafa/de/wirtschaftsfoerderung/umweltpraemie/dokumente/ump_a_2009.pdf

Hier gibt es die dazgehörige Richtlinie http://www.bafa.de/bafa/de/wirtschaftsfoerderung/umweltpraemie/dokumente/foederrichtlinie_umweltpraemie.pdf

Und hier ist der passende Flyer zur Umweltprämie http://www.bafa.de/bafa/de/wirtschaftsfoerderung/umweltpraemie/dokumente/umweltpraemie_s4b.pdf

Hoffentlich hält der Server dem Ansturm stand, zumindest gerade eben ging er schon ganz schön in die Knie, bei einem Seitenladefehler einfach nochmal versuchen.

Abwrackprämie bzw. Umweltprämie auch bei Leasingfahrzeugen

Wie tagesschau.de berichtet, soll die Abwrackprämie auch beim Leasing eines Autos in Anspruch genommen werden können. Das widerspricht zwar dem am 16.01.2009 durch das Bafa in einer Pressemitteilung veröffentlichen Grundsatz, dass Personenidentität zwischen altem Fahrzeughalter und dem Halter des Neuwagens vorausgesetzt wird, dürfte aber der Automobilwirtschaft dennoch helfen.

Ich habe hier einmal drei denke ich sehr gutes Leasingangebote herausgesucht:

  • SEAT Ibiza SC 1.2 12V Stylance, ohne Leasingsonderzahlung, allerdings mit Auslieferungskosten von EUR 811,46 für monatlich EUR 182,37, bei 36 Monaten Laufzeit und 30.000 km Gesamtfahrleistung.
    Rechnet man die Abwrackpämie mit ein, so ergibt sich folgendes Bild 182,37 x 36 Monate = 6.565,32 + Überführung 811,46 = 7.376,78 ./. Umweltprämie 2.500,00 = 4.876,78 : 36 Monate = EUR 135,46 monatliche Belastung
  • VW Golf  VI 1,6 Comfortline mit einer Sonderzahlung von  EUR 4.403,70 + EUR 416,50 Auslieferungskosten für monatlich EUR 128,54 (36 Monate Laufzeit, 30.000 km)
    4.403,70 + 416,50 + 128,54 x 36 = 9.447,64 ./. Abrwackprämie 2.500,00 = 6.947,64 : 36 Monate = EUR 192,99 monatliche Belastung
  • Mini One, inklusive Sevice für Wartung und Verschleiß, Leasingsonderzahlung EUR 3.463,99 + Auslieferung EUR 989,96 für monatlich EUR 141,85 (36 Monate Laufzeit, 30.000 km)
    3.463,99 + 989,96 + 141,85 *36 = 9.560,55 ./. Abwrackprämie 2.500,00 EUR= 7.060,50  : 36 Monate = EUR 196,13 monatliche Belastung

Der Nachteil beim Leasing ist, dass man das Fahrzeug nach Ablauf des Vertrages wieder zurückgeben muss, vielleicht sollte man doch prüfen ob nicht eine Autofinanzierung mit einer Laufzeit von 60 Monaten günstiger ist. Zwar ist im Vergleich zum Leasing bei der Kreditfinanzierung noch ein Restkredit offen, dagegen steht allerdings auch der Restwert des Autos.

Download Antrag auf Abwrackprämie erst ab 27.01.2009 möglich

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle kurz bafa, hat darauf hingewiesen, dass ein Antrag auf Umweltprämie bzw. Abwrackprämie erst nach dem 27.01.2009 zum herunterladen zu Verfügung stehen wird.

Das Bundeskabinett entscheidet am 27.01.2009 offenbar endgültig über die Förderrichtlinie in der die Prämie geregelt sein wird, daher ist eine vorherige Beantragung gar nicht möglich.

Die Prämie wird dann nach Antragseingang bearbeitet und ausgezahlt. Das Bafa weist darauf hin, dass aufgrund des Programmvolumens (1,5 Milliarden Euro) nicht davon auszugehen sei, dass die Mittel bis zum 27.01.2009 bereits ausgeschöpft seien.

Wie bereits berichtet können mit dem Programm keine 600.000 Fahrzeuge gefördert werden, das Kraftfahrtbundesamt teilte jedoch mit, dass etwa 16 Millionen Fahrzeuge die Voraussetzungen zur Förderung erfüllen würden.

Angesichts des doch etwas merkwürdigen Hinweises des Bafa, der begrenzten Mittel und der recht hohen Zahl an Fahrzeugen, die die Fördervoraussetzungen erfüllen, würde ich persönlich auf jeden Fall zur Eile raten, insbesondere in den Fällen, wo eine Finanzierung sonst auf wackeligen Beinen stehen würde.

Nachtrag: Hier gibt es den Link zum Download des Antrags.

Notlandung des Airbus auf dem Hudson River New York, so sah es aus

Leider gibt es von der Notlandung des Airbus auf dem Hudson River kein Video, ich bin mir aber sich das noch eins auftaucht. Daher bedienen sich die Fernsehsender zunächst Simulationen.Wie gut der Pilot war, sieht man gegen Ende der Animation, der Fluß macht kurz vor dem Aufsetzpunkt nämlich noch einen Knick.

So sieht es aus, wenn ein Vogel im Triebwerk eines Flugzeugs landet

Eine ebenfalls geglückte und wirklich spektakuläre Notwasserung zeigt dieses Video einer Boeing 737

Neues zur Abwrackprämie bzw. Umweltprämie

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, kurz Bundeswirtschaftsministerium hat Einzelheiten zur neuen Abwrackprämie, die jetzt Umweltprämie heißt veröffentlicht.

Hier die Fakten:

Die Mittel sind begrenzt

Das Gesamtvolumen das die Bundesregierung für die Abwrackprämie zur Verfügung stellt beläuft sich auf 1,5 Milliarden Euro. Rein rechnerisch würden damit 600.000 Neuwagenkäufer eine Prämie bekommen können, allerdings  sind die administrativen Kosten, also die Kosten die zur Verwaltung notwendig werden in den 1,5 Milliarden Euro bereits enthalten. Es werden also weit weniger als 600.000 Neuwagenkäufer die Prämie bekommen können. Sind die zur Verfügung gestellten Mittel verbraucht, wird keine Prämie mehr ausbezahlt. Wer nicht leer ausgehen möchte, sollte sich also zeitig zum Neukauf entscheiden. „Experten“ gehen davon aus, dass aufgrund der Prämie etwa 300.000 Fahrzeuge mehr verkauft werden, aber das sind auch nur Schätzungen. Im Blog von Bafoeg aktuell ist man offenbar der Meinung, dass die 1,5 Milliarden EUR nicht reichen könnten.

Wie alt muss das alte Fahrzeug sein?

  • Die Erstzulassung des alten Fahrzeuges muss vor dem 14.01.2000 stattgefunden haben
  • Das Auto muss mindestens ein Jahr auf den Anspruchsberechtigten zugelassen sein.

Welche Voraussetzungen sind mit dem neuen Auto zu erfüllen?

  • Das neue Auto muss nach dem 14.01.2009 gekauft und zugelassen sein.
  • Die Laufzeit ist auf den 31.12.2009 begrenzt.
  • Das Fahrzeug muss mindestens die EURO 4 Abgasnorm erfüllen.
  • Es muss die gleiche Person in den Fahzeugpapieren stehen, wie im Altfahrzeug.

Gibt es die Prämie auch für Jahreswagen?

Ja, aber hier ist genau auf die Definition von Jahreswagen zu achten. Das Gesetz sieht vor, dass der Kauf von Fahrzeugen die längsten 1 Jahr auf einen in Deutschland niedergelassenen Kfz.-Händler oder Hersteller zugelassen war. Gemeint sind damit also Vorführwagen oder Tageszulassungen. Für Fahrzeuge aus privater Hand oder Fahrzeuge von ausländischen Händlern gibt es die Prämie also nicht.

Bekommen Firmen auch die Prämie?

Die Prämie ist auf natürliche Personen beschränkt, das heißt eine Kapitalgesellschaft (GmbH, AG, UG) oder Personengesellschaft (KG, OHG, GbR) als Fahrzeuginhaber wird keine Umweltprämie bekommen. Als Einzelunternehmer hat man hingegen wohl Glück, vielleicht fällt die Ungleichbehandlung im Gesetzgebungsverfahren noch auf.

Wie weise ich die Verschrottung des Altfahrzeuges nach?

Die Verschrottung darf nur durch anerkannte Demontagebetriebe gem. Altfahrzeugeverodnung durchgeführt werden und wird von diesen durch einen so genannten Verschrottungsnachweis bescheinigt.

Wer zahlt die Prämie aus, wo ist der Antrag zu stellen?

Die Prämie wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) entgegengenommen, bearbeitet und beschieden. Der Antragsteller kann damit aber auch seinen Fahrzeughändler beauftragen, was vermutlich wohl der Regelfall sein dürfte.

Alle Jahre wieder, Probleme mit der Software von Lexware

Bei Heise habe ich heute mit einem breiten Grinsen die Meldung Lexware in Sack und Asche gelesen. Offenbar hat es beim Update zum Jahreswechsel bei der Software Financial Office so schwerwiegende Probleme gegeben, dass sich 500 Anwender zu einer Protestaktion zusammengetan haben, um Lexware zum Handeln zu bewegen.

Ein breites Grinsen hatte ich, da ich beim Jahreswechsel 2006/2007 auch sehr schlechte Erfahrungen mit der Lexware Software machen musste. Ich hatte seinerzeit am 31.12.2006 das Update durchgeführt, wodurch ein Problem entstand, so dass ich mit der Software nicht mehr weiterarbeiten konnte. Erst Mitte Februar, also 6 Wochen nach Meldung des Problems war Lexware in der Lage den Fehler zu beheben. Da wir natürlich nicht 6 Wochen ohne Warenwirtschaft auskommen können, war das der Anlaß Lexware den Rücken zu kehren. Angesichts der Heise Meldung im Nachhinein für uns die einzig richtige Entscheidung.

Auch damals äußerten viele Anwender ihren Unmut im Lexware Forum. Im Forum von Lexware treibt sich eine Truppe namens Sonderhompage herum, die auch bei noch so eklatanten Fehlern in der Software kaum ein böses Wort über Lexware verliert. Die gingen mir damals schon mächtig auf den Sender. Der Initiator der Protestes ist daher auch nicht das Team Sonderhomepage, sondern ein Herr Obersteiner von http://macro-unternehmensberatung.de , was beim Sonderhomepageteam nicht so gut ankam, da man offenbar einen Kompetenzverlust fürchtete. Daher hat sich der Herr Schlögl vom Sonderhomepageteam per E-Mail an den Initiator der Protestaktion gewandt.  Der Mailverkehr wurde nun durch Herrn Schlögl im Lexware Forum veröffentlicht und ist an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten. Der Herr Obersteiner hat es doch tatsächlich einfach gewagt eine Aktion zu initiieren ohne das Team Sonderhompage vorher zu fragen. Außerdem hat er einfach seine berufliche E-Mail Adresse angegeben, was ja per se eine unerlaubte Werbung ist.

Nun muss man wissen, dass das Team Sonderhomepage eine eigene Webseiten betreibt und unter der Bezeichnung Sonderhomepage Management Limited firmiert und dort ebenfalls Dienstleistungen rund um Lexware anbietet. Selbstverständlich wird auf diese Seite bei den Posts des Sonderhomepageteams in der Signatur hingewiesen.

Horst hat ausgedient, ab heute heißt es: sich zum Schlögl machen.

Abwrackprämie, welche Autos jetzt kaufen?

Die Abwrackprämie soll die lahmende Autokojunktur in Deutschland wieder zum laufen bringen. Soviel zumindest in der Theorie. Es zeichnet sich allerdings ab, dass hierdurch wahrscheinlich gerade die Nachfrage nach kleineren Fahrzeugen erhöht wird, da sich die Umweltprämie hier im Verhältnis zum Kaufpreis besonders stark auswirkt.

Optimal für die Konjunktur wäre es, wenn das zukünftige Neufahrzeug möglichst auch in Deutschland produziert wird. Im Kleinwagenbereich wird leider besonders wenig in Deutschland produziert.

Hier mal eine Auflistung von Fahrzeugen unter 10.000 EUR Listenpreis:

  • Chevrolet Matiz 0.8S: Preis: 8.790,00 EUR
  • Chevrolet Kalos, Preis 9.950,00 EUR
  • Citroen C1 1.0i, Preis: 9.090,0 0 EUR
  • Dacia Logan, Preis 7.300,00 EUR
  • Dacia Logan Kombi, Preis: 8.500,00 EUR
  • Dacia Sandero, Preis: 7.500,00 EUR
  • Daihatsu Cuore, Preis 9.190,00 EUR

Steuerreform bis 2019 nicht finanzierbar?

Finanzminister Peer Steinbrück äußert sich nach Angaben von tagesschau.de zur Durchführbarkeit von Steuerreformen dahingehend, dass eine große Steuerreform (wohl angesichts des Konjunkturpaketes) bis zum Jahr 2019 nicht finanzierbar sei.

Lieber Peer Steinbrück, das sollte die künftige Regierung aber nicht davon abhalten das deutsche Steuerrecht zu reformieren und bürgernah, das heißt einfacher zu gestalten. Eine Steuerreform muss nicht gleichzeitig eine Steuersenkung bedeuten.

Leider ist das ganze Steuerrecht mittlerweile eine Flickschusterei, bei der kaum einer noch so richtig durchblickt. Für mich ist es da quasi schon einer Realsatire, dass  Steuerberatungskosten mittlerweile nicht mehr voll von der Steuer abgesetzt werden können.

In diesem Zusammenhang finde ich folgende Statistik recht interessant, sie vergleicht die Entwicklung der Steuereinnahmen in Deutschland mit der Entwicklung der Inflationsrate

Jahr Steuereinnahmen in Milliarden Steigerung in % zum Vorjahr Inflationsrate in %
2005 452,1
2006 488,4 8,02% 1,7%
2007 538,2 10,19% 2,2%
2008 noch offen Quartal I bis III/2008 5,3% 2,8%

Es wird deutlich, dass die Steuereinnahmen stärker steigen, als sie an Wert durch Inflation verlieren, dennoch reicht das Geld nicht zur Deckung der Haushaltsausgaben. Vielleicht sollte hier mal drüber nachgedacht werden.