Steuerreform bis 2019 nicht finanzierbar?
Finanzminister Peer Steinbrück äußert sich nach Angaben von tagesschau.de zur Durchführbarkeit von Steuerreformen dahingehend, dass eine große Steuerreform (wohl angesichts des Konjunkturpaketes) bis zum Jahr 2019 nicht finanzierbar sei.
Lieber Peer Steinbrück, das sollte die künftige Regierung aber nicht davon abhalten das deutsche Steuerrecht zu reformieren und bürgernah, das heißt einfacher zu gestalten. Eine Steuerreform muss nicht gleichzeitig eine Steuersenkung bedeuten.
Leider ist das ganze Steuerrecht mittlerweile eine Flickschusterei, bei der kaum einer noch so richtig durchblickt. Für mich ist es da quasi schon einer Realsatire, dass Steuerberatungskosten mittlerweile nicht mehr voll von der Steuer abgesetzt werden können.
In diesem Zusammenhang finde ich folgende Statistik recht interessant, sie vergleicht die Entwicklung der Steuereinnahmen in Deutschland mit der Entwicklung der Inflationsrate
| Jahr | Steuereinnahmen in Milliarden | Steigerung in % zum Vorjahr | Inflationsrate in % |
|---|---|---|---|
| 2005 | 452,1 | – | – |
| 2006 | 488,4 | 8,02% | 1,7% |
| 2007 | 538,2 | 10,19% | 2,2% |
| 2008 | noch offen | Quartal I bis III/2008 5,3% | 2,8% |
Es wird deutlich, dass die Steuereinnahmen stärker steigen, als sie an Wert durch Inflation verlieren, dennoch reicht das Geld nicht zur Deckung der Haushaltsausgaben. Vielleicht sollte hier mal drüber nachgedacht werden.
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