Archiv für den Monat: März 2009

Einnahmen werden nach Malawi gespendet

Heute wurden von Google Werbeeinnahmen in Höhe von EUR 109,01 auf meinem Konto gutgeschrieben. Das Geld gibt es dafür, dass einige Leser hier auf die Werbeeinblendungen klicken. Ich hatte vor ein paar Tagen bereits geschrieben, dass ich die Einnahmen (und auch die zukünftigen Einnahmen) aus dem Google Adsense Programm komplett spenden werde.

Grundsätzlich war sehr schnell klar, dass das Geld nach Malawi, dem derzeit ärmste Land der Welt fließen soll. In Malawi beträgt das pro Kopf Einkommen etwa 180 Dollar, nicht pro Monat, sondern pro Jahr. Die Lebenserwartung beträgt dort lediglich 46 Jahre, die Säuglingssterblichkeit ist hoch und etwa 12% der erwachsenen Bevölerung ist HIV positiv.

Ich habe mich daher für die Unterstützung des Fördervereins Chipunga e.V. entschieden:

Die Chipunga Farm liegt im Norden von Malawi, einem kleinen Land im Südosten Afrikas. Angebaut werden hauptsächlich Kaffee und Makadamianüsse. Der Leiter der 400 Hektar großen Farm, Bernhard Schwarz aus dem schwäbischen Dorf Heimerdingen, beschäftigt zur Zeit 26 Mitarbeiter, die mit ihren Familien in den farmeigenen Wohnhäusern wohnen. Die Farm ist größter Arbeitgeber in der strukturarmen Region. Als „Bwana“ trägt Bernhard eine große Verantwortung gegenüber seinen Arbeitern. Hilfe ist täglich an allen Ecken und Enden von Nöten. Ein Engagement, das für ihn jedoch aus zeitlichen, vor allem aber aus finanziellen Gründen nur begrenzt möglich ist. Daher haben wir beschlossen, einen Förderverein zu gründen und ihn Förderverein Chipunga genannt.

Ich denke hier kommt das Geld direkt dort an, wo es gebraucht wird.

Private Krankenversicherung – ein Erfahrungsbericht

Seit ein paar Jahren bin ich nun in einer privaten Krankenversicherung. Letztlich stand ich vor der Wahl, entweder als freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben oder eben in die private Versicherung zu wechseln.

Für die private Versicherung sprachen die besseren Leistungen bei einem geringeren Beitrag, der im Gegensatz zur GKV (gesetzliche Krankenversicherung) unabhängig vom Einkommen erhoben wird. Ich habe mich dann für die Hanse Merkur als Versicherer entschieden. Leider litt ich unter Heuschnupfen, so dass im Rahmen einer Gesundheitsprüfung ein Risikozuschlag hinzukam. Beim Heuschnupfen bin ich zwar seit Jahren beschwerdefrei, der Zuschlag bleibt jedoch.

Die vertraglichen vereinbarten Leistungen wurden von meiner Krankenversicherung bisher immer sofort erbracht. Beitragserhöhungen hat es zwischenzeitlich auch ergeben, diese hielten sich jedoch in Grenzen.

Die häufig genannte bevorzugte Behandlung als Privatpatient kann ich nur bestätigen. Man bekommt schneller Termine (auch im Krankenhaus) und wird großzügig mit Medikamenten versorgt. Gerecht finde ich das sicherlich nicht, gewehrt habe ich mich allerdings auch nicht dagegen. Bei der Versorgung hat man bei dem einen oder anderen Arzt das Gefühl sogar etwas überversorgt zu werden. Man könnte denken, dass die schlechte Bezahlung für die Tätigkeiten an gesetzlich Versicherten durch unnötige zusätzliche Untersuchungen bei den Privatpatienten wieder ausgeglichen werden soll. Kann ich zwar schon nachvollziehen, Ärzte sind eben auch Unternehmer, allerdings wünsche ich mir von meiner Krankenversicherung auch eine Beitragsstabilität.

Stichwort Beitragsstabilität: Eine Bekannte hat bei der Inter Krankenversicherung im Jahr 2005 mit einem Beitrag von 350 EUR angefangen, durch jährliche Erhöhungen ist sie mittlerweile bei 510 EUR pro Monat, das sind 11,43% pro Jahr.  Das spricht für einen schlecht kalkuierten Tarif. Da solche Erhöhungen bis zum Rentenalter eigentlich gar nicht darstellbar sind, wechselt sie jetzt zu einer Gesellschaft mit einer stabilen Beitragshistorie. Bei einigen guten Tarifen liegen die Erhöhungen sogar unter der Inflationsrate innerhalb eines Zeitraums von 10 Jahren, so dass die Beiträge sogar inflationsbereinigt von Jahr zu Jahr geringer werden.

Einige Krankenversicherer schließen gelegentlich ihre Tarife, was bedeutet, dass keine neuen jungen, gesunden Beitragszahler mehr hinzukommen und der Tarif dadurch immer teurer wird. Nach einem Bericht des Focus hat z.B. die Allianz so verfahren. In einem solchen Fall kann man in einen anderen Tarif der Gesellschaft wechseln.

Leider ist der Markt der privaten Krankenversicherungen mit der Vielzahl an unterschiedlichen Tarifen so undurchsichtig, dass man ohne Expertenhilfe eigentlich keine richtige Entscheidung treffen kann. Die Vermittlung von privaten Krankenversicherungen ist ein sehr lukratives Geschäft. Das Problem: Die so genannten Experten werden von den Versicherungen für die Vermittlung bezahlt, insbesondere die Ausschließlichkeitsvertreter, also diejenigen, die nur für eine Gesellschaft arbeiten können Ihnen nur die Produkte der eigenen Gesellschaft anbieten. Am besten ist es sich einen Versicherungsberater zu suchen. Dieser bekommt von Ihnen direkt ein vereinbartes Honorar, so kann er Ihnen z.B. auch einen günstigen Direktversicherer empfehlen, der vielleicht gar keine Vermittlungsprovisionen an Makler zahlt.

Bei einem Makler kann man schwer einschätzen, mit wie vielen Versicherern dieser zusammenarbeitet, sind das nur ein paar wenige, so kann es sein, dass der für Sie günstigste Tarif nicht dabei ist.

Umweltprämie wird offenbar verlängert

Wie gestern bekannt wurde, soll das Umweltprämienbudget offenbar erhöht werden. Noch ist unklar, ob es für die Prämie nur eine Aufstockung des Budgets geben wird oder ob die Prämie ohne Begrenzung bis zum Jahresende gezahlt werden wird.

Aber: Beschlossen ist  noch nichts. Wer die Umweltprämie beantragen oder reservieren kann, sollte das sicherheitshalber zügig tun.

Lexware, immer noch Probleme

Wie ich gerade einem Bericht von Computernews entnehmen konnte ist  das Leiden der Lexware Anwender immer noch nicht behoben. Lexware hat nach der Protestaktion vieler unzufriedener Anwender zwar bereits 2 Updates zur Verfügung gestellt, behoben wurden dort offenbar nicht alle Probleme. Durch eine Umfrage wurde herausgefunden, dass gerade einmal 7% der Befragten ohne Probleme mit Lexware arbeiten können, 66% klagten über erhebliche Probleme.

Ich war selbtst geplagter Lexware Anwender, wir haben aber bereits im Jahr 2006 nach ähnlichen Problemen mit Updates und dem Umgang mit unserem Problem Lexware den Rücken gekehrt. Wir sind seinerzeit zu actindo gewechselt und haben es bisher nicht bereut.

Server der Bafa nicht erreichbar

Offenbar ist der Server der Bafa dem Ansturm nicht gewachsen und ist heute nicht erreichbar. Ich bin mal gespannt, wie das erst aussieht, wenn die Anträge Online hochgeladen werden müssen 🙂

Jetzt  mal mit reinem Menschenverstand: Im Moment werden fast 10.00 Anträge auf Umweltprämie pro Tag bei der Bafa eingereicht. Derzeit sind noch etwa 250.000 Anträge möglich. Bei einer Gleichverteilung wären dass ab dem 1. April noch etwa 19 Tage. Ich hatte ja bereits geäußert, dass mit der Möglichkeit der Reservierung noch ein großer Schwung an Anträgen kommt und der Prämientopf daher am 03.April 2009 erschöpft sein dürfte. Wenn ich also für einen wirklich kleinen überschaubaren Zeitraum noch einmal das Verfahren umstelle, dann habe ich entweder viel Geld zum Fenster herausgeschmissen oder ich weiß schon etwas, was andere nicht wissen. Ich tippe mal auf letzteres, nämlich dass der Bafa schon signalisiert wurde, dass die Umweltprämie auch nach Ausschöpfung der bereitgestellten Mittel weiter ausgezahlt wird.

Es hatte sich hier bereits jemand angeboten aufgrund des überlastenen Servers der Bafa die Anträge per Mail zuzusenden. Einfacher ist es, wenn ich diese hier einfach zum Download bereitstelle:

Antrag Umweltprämie (aktuell)

Den Antrag habe ich gleich im Januar heruntergeladen, es wäre schon, wenn hier jemand kurz bestätigen könnte, dass es der aktuelle Antrag ist.

Vielen Dank an Silke für die die Mail, der Antrag ist jetzt aktuell.

Fernwartung kostenlos oder gegen Entgelt mit CrossLoop

Wer als Fachmann auf einem Gebiet zählt wird gerne mal um Rat gefragt. Bei Problemen mit dem Computer oder einer Software ist es aber häufig sehr schwer das Problem selbst oder aber die Lösung am Telefon in Worte zu fassen. Oft bleibt dann als Lösung entweder das Ganze vor Ort in Augenschein zu nehmen oder eine Fernwartungssoftware zu benutzen.

Ich möchte hier eine kostenlose Fernwartungssoftware vorstellen, mit der man sich bei Bedarf noch ein paar Euro dazuverdienen kann. Gemeint ist die Software Crossloop.

Die Software wird einfach auf die beiden zu verbindenden PC installiert. Der Inhaber des PCs, auf dem der Fernzugriff erfolgen soll gibt dann einen Zugangscode per Telefon an der anderen weiter, so dass der Zugriff freigeschaltet ist. Der Zugangscode ist bei jedem Start ein anderer, so dass man sich nicht unbemerkt auf einen anderen Computer aufschalten kann.

Die echten Experten haben bei dieser Software noch die Möglichkeit ein Konto bei Crossloop anzulegen und ihr Wissen gegen Entgelt anzubieten. Auf der zu dem Konto gehörenden Profilseite kann ein Stundensatz für die Hilfe hinterlegt werden. Ferner kann man auf die Hilfsmöglichkeit durch die Einbindung von Bannern aufmerksam machen, z.B. so:

Um Firewalls etc. muss man sich bei dieser Software nicht kümmern und auch die kommerzielle Nutzung ist im Gegensatz zum Teamviewer kostenlos.

Amoklauf in Baden-Württemberg – wie lässt sich so etwas verhindern

Zum dritten Mal seit 2002 ist es gestern zu einem Amoklauf an einer deutschen Schule gekommen, bei dem 15 Menschen ihr Leben ließen. Für Einzelheiten zu den Umständen empfehle ich die Webseiten der Tagesschau. Ich stelle mir dabei die Frage, wie man zukünftig solche Taten verhindern kann.

Ballerspiele

Unter anderem wurde bekannt, dass der Täter offenbar so genannte Ego Shooter gespielt hat, so dass auch erste Stimmen zum Verbot solcher Spiele laut wurden. Die Frage müsste aber eigentlich lauten: Welcher männliche junge Mensch unter 25 Jahren mit eigenem Computer hat ein solches Spiel noch nicht gespielt? Wie viele davon gehen später auf die Straße und laufen Amok? Es ist durchaus denkbar, dass solche Spiele sogar Amokläufe verhindert haben, da die eventuell vorhandenen Agressionen bei einem solchen Spiel vielleicht sogar abgebaut werden.

Wie wäre ein Verbot überhaupt durchsetzbar, man denke nur einmal an die vielen illegalen Filmkopien oder Musikstücke die dennoch weiterhin über das Internet getauscht werden.

Medien

Bei einigen Medien z.B. Bild.de, Bildzeitung hat es der Täter mit Foto auf die Titelseite geschafft und verschafft dem Täter genau die Aufmerksamkeit, die er sich vielleicht erhofft hat. Für potentielle Nachahmer durchaus ein Signal.

Umfeld

In der Vergangenheit wurden als Frühwarnsystem das Ernstnehmen der Hinweise von Mitschülern oder dem Umfeld genannt. Für den „Tippgeber“ immer auch eine Konfliktsituation, da ein Verrat am Freund begangen wird. Ich denke hier kann noch weiter aufgeklärt werden, dass man in einem solchen Fall die Polizei lieber einmal zu viel als einmal zu wenig informiert.

Der Amokläufer aus Baden-Württemberg war offenbar bisher absolut unauffällig, so dass dieses „Frühwarnsystem“ hier nicht gegriffen hat. In Köln hingegen konnte hierdurch jedoch ein Amoklauf verhindert werden.

Zugang zu Waffen

Ich war gerade ganz erstaunt als ich lesen musste, dass Sportschützen und Jäger ihre Waffen mit nach Hause nehmen dürfen, sofern die Waffen sicher aufbewahrt werden. In nahezu jedem kleinen Dorf gibt es einen Schützenverein, so dass man sich schnell vorstellen kann wie viele Schußwaffen im Umlauf sind. Der Fall von Baden-Würtemberg hat gezeigt, dass die strengen Vorschriften von einigen Waffenbesitzern recht lax gehandhabt werden. Aufgrund der Menge dürfte sich Kontrollen als kaum durchführbar erweisen. Meiner Meinung nach haben Schußwaffen nur in absoluten Ausnahmefällen etwas in Privaträumen zu suchen. Wozu braucht man, wie in diesem Fall die Eltern des Amokläufers 15 Schußwaffen im Haus?

Ich denke Schußwaffen dürften ein Schützenhaus außer zu Wettkämpfen einfach nicht verlassen.

Die Häufigkeit solcher Amokläufe in Deutschland im Vergleich mit den Vereinigten Staaten lässt eine Relation zu den im Umlauf befindlichen Waffen vermuten. Und tatsächlich gibt es eine Studie der Universität Wien hierüber, die im Blog von Oliver Ritter dargestellt wird, der sich ebenfalls mit diesem Thema beschäftigt.

Umweltprämie wahrscheinlich Anfang April nicht mehr möglich

Wie ich bereits gestern geschrieben habe wird die Anzahl der Anträge auf Umweltprämie  durch die Möglichkeit der Reservierung ab Ende März Anfang April sprunghaft ansteigen. Robert Rademacher, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Kfz.-Gewerbes (ZDK) teilte am Dienstag im Vorfeld der Internationalen Handwerkermesse in München mit, dass bereits 420.000 mit einer Umweltprämie hinterlegte Kaufverträge vorgelegt werden können. Hiervon sollen etwa 200.000 Fahrzeuge bisher noch nicht ausgeliefert worden sein. Es ist davon auszugehen, dass diese Käufer umgehend die Umweltprämie reservieren werden sobald das möglich ist. Zusätzlich werden noch Reservierungen für Fahrzeugkäufe aus dem März 2009 erfolgen.

Da hier im Blog bereits einige Leser über ihre Erfahrungen beim Versand des Antrages Umweltprämie per Einschreiben bzw. Einwurfeinschreiben berichtet haben und es offenbar ein paar Tage länger dauert bis die Anträge als Eingang registriert sind, würde ich meine Reservierung persönlich bei der Bafa in Eschborn abgeben und mir nach Möglichkeit den Eingang vom Pförtner abstempeln lassen und im Falle eines Briefkasteneinwurfs notfalls ein Video/Foto als Beweis machen und ganz wichtig die Uhrzeit festhalten. Der Prämientopf wird mit Sicherheit mitten an einem Tag erschöpft sein, so dass genau diese Uhrzeit relevant sein könnte.

Meine persönliche Prognose: Am 3.April 2009 meldet die Bafa, dass der Topf erschöpft ist. Am 5. April wird verkündet, dass der Prämientopf noch einmal aufgestockt wird.

Umweltprämie reservieren

Das die Regelungen zur Umweltprämie mit heißer Nadel gestrickt sind kann man an der nun dritten Änderung seit dem 27.01.2009 festmachen. Die Reservierung der Umweltprämie soll ab dem 30.März 2009 durch die Vorlage eines rechtsverbindlichen Kaufvertrages über das Neufahrzeug nun doch möglich sein. Die Prämie wird allerdings erst bei Vorlage des Verschrottungs- und Zulassungsnachweises ausgezahlt.

Für den Autoneukäufer hat das natürlich den Vorteil, dass er nun keine großen Kompromisse bei Ausstattung oder Marke eingehen muss. Vermutlich wird ab dem 30.März die Zahl der Anträge noch einmal sprunghaft ansteigen, da dann alle Käufer von noch nicht lieferbaren Fahrzeugen ihre Reservierung einreichen. Erst Anfang April wird sich dann genauer abschätzen lassen, wie lange der Topf noch gefüllt ist.

Ferner soll auch im Erbfall der Anspruch des Erblassers auf den Erben übergehen, so dass dieser auch in den Genuß der Prämie kommen kann ohne das Fahrzeug zuvor ein Jahr aus seinen Namen zugelassen zu haben.

Bei einem Blick in die Zulassungsstatistik für den Februar 2009 wird auch der Erfolg der Umweltprämie sichtbar. Die Zahl der Neuzulassungen betrug nach Angaben des Verbands der Automobilindustrier VDA 277.800 Fahrzeuge, dies bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Februar 2008 um satte 21%. Allerdings lässt sich in der Statistik auch sehr gut ablesen, dass von der Umweltprämie verstärkt die ausländischen Automobilmarken profitieren. Bei den deutschen Herstellern betrug der Zuwachs nämlich lediglich 9%, die ausländischen Hersteller konnten ihre Zulassungszahlen hingegen um 48% gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhen. Offenbar hat ein Teil der so genannten Premiumhersteller, die zwar jede noch so kleine Nische mit Fahrzeugen a la BMW X6 besetzt haben für die breite Masse von Prämienberechtigten kein passendes Fahrzeug im Angebot.