Archiv für den Monat: März 2009

Umsatzsteuerliche Behandlung von Getränken im außer Haus Verkauf

In meinen täglichen Gesprächen mit unseren Kunden aus der Gastronomie (ich verkaufe Kassen) bin ich immer wieder darüber erstaunt, dass die umsatzsteuerliche Behandlung von Speisen und Getränken Probleme bereitet.

Grundsätzlich ist es so: Für Speisen und Getränke die zum Verzehr vor Ort und Stelle angeboten werden, z.B. in einem Restaurant ist der volle Umsatzsteuersatz zu berechnen, zur Zeit 19%. Bei der Mitnahme von Speisen und Getränken ändert sich das jedoch. Bei den Speisen wird dann lediglich der ermäßigte Steuersatz von zur Zeit 7% fällig, bei den Getränken bleibt es bis auf eine Ausnahme bei 19%.

Zum Umsatzsteuergesetz existiert eine so genannte Anlage 2, in der alle dem ermäßigten Steuersatz unterliegenden Gegenstände aufgelistet sind. Getränke wie Cola, Bier, Saft etc. sind dort nicht aufgelistet und daher mit dem vollen Steuersatz zu besteuern. Einige Leute sind allerdings der Meinung, dass Wasser hingegen dem ermäßigten Steuersatz unterliege. Trinwasser, welches in Verpackungen in Verkehr gebracht wird ist allerdings von der Ermäßigung explizit ausgenommen.

Die Ausnahme von der ich spreche heißt Milch. Sicherlich hat sich der eine oder andere schon einmal darüber über die Vitaminsäfte von Müller Milch im Kühlregal gewundert. Schaut man einmal auf die Zutatenliste, kann man sehen, dass das Getränk zum großen Teil aus Molke besteht.

In der Anlage zum Umsatzsteuergesetz heißt es:

Milchmischgetränke mit einem Anteil an Milch oder Milcherzeugnissen (z.B. Molke) von mindestens funfundsiebzig vom Hundert des Fertigerzeugnisses

Angenommen der Müller Fruchtdrink kostet im Handel 0,99 Cent. Bei einem Molkeanteil von unter 75% wären 0,158 Cent an das Finanzamt abzuführen, bei einem Molkeanteil von über 75% sind es hingegen nur 0,064 Cent. Man kann fast schon das Steuerrecht als „Erfinder“ des Molkedrinks bezeichnen.

Die meisten Restaurants verkaufen vermutlich keine Molkedrinks zum Mitnehmen. Was aber immer mehr verkauft wird sind Kaffeespezialitäten wie z.B. Latte Macchiato oder Cappuccino. Bei Ketten wie Balzac, McDonalds oder Starbucks kann es daher aus Gründen der Gewinnoptimierung Sinn machen die Rezeptur so zu verändern, dass der Milchanteil bei diesen Getränken 75% beträgt. Bei einem Preis von etwa 2,50 EUR pro Becher würde sich daraus pro außer Haus verkauften Getränk ein Mehrergebnis von 0,23 EUR ergeben. Wer also einen ordentlichen to go Anteil an seinen Kaffeespezialitäten hat, sollte bei entsprechendem Milchanteil unbedingt auf die richtige Steuerumschaltung beim außer Haus Verkauf achten.

Geld verdienen mit dem eigenen Blog, ein Erfahrungsbericht

Nachdem ich irgendwann im Januar 2009 angefangen habe auf diesem Blog Google Adsense Werbung zu schalten, werde ich hier auch gerne einmal über die Einnahmenseite berichten.

Dieses Blog existiert seit August 2008, insgesamt ist dies der 51. Blogeintrag. Eigentlich habe ich das Blog aufgesetzt, um mich mit dem Thema etwas mehr zu beschäftigen und um den einen oder anderen Link der auf der rechten Seite unter Freunde zu sehen ist etwas mehr „Gewicht“ zu verleihen. Alle diese Links weisen tatsächlich auf Seiten von Bekannten oder meine eigenen Seiten, hierfür fließt kein Geld. Ebenfalls erhalte ich kein Geld für das Schreiben irgendwelcher Artikel.  Auf die eingeblendete Werbung von Google habe ich selbst nicht ein einziges mal geklickt, insofern sind die nun veröffentlichten Einnahmen abolut echt.

adsense_einnahmen1

Leider muss ich das ganze in meiner Steuererklärung angeben, so dass sich der Netto zur Verfügung stehende Betrag noch reduziert. Das ist natürlich keine weltbewegende Summe, ich bin dennoch etwas erstaunt, dass da doch ein bisschen was zusammen gekommen ist. Stichwort weltbewegende Summe: in Malawi z.B. beträgt das pro Kopf Einkommen etwa 180 $. Gemeint ist hier nicht pro Monat, sondern pro Jahr. Aus diesem Grund wird das Google Geld auch nicht angerührt, sondern gespendet. Hierzu in Kürze mehr.

Outlook und Dateien synchronisieren, genialer Softwaretipp

In einer Fachzeitschrift habe ich gerade über eine Software gelesen, die für gleiche Datenstände auf allen PCs sorgen kann. Wer kennt das nicht, man hat gerade noch einen Datei auf dem PC im Büo erstellt und möchte diese nun auch unterwegs oder zu Hause noch bearbeiten. Früher gab es für so etwas den Windows Aktenkoffer oder man musste eine Serverlösung nutzen. Die Software syncing.net macht das ganze vollautomatisch über das Internet. Man kann natürlich auch mit Freunden Fotos oder Musik austauschen, hierzu müssen diese sich ebenfalls die Software installieren. Zusätzlich können die Daten von Outlook synchronisiert werden, z.B. E-Mail, Kontakte, Termine… Der Preis liegt bei EUR 99,90 für die Home Edition mit der sich 3 PCs synchronisieren können, für Firmen liegt der Preis zwischen EUR 39,90 und  EUR 79,90.

Die Software kann 30 Tage kostenlos getestet werden.

Erfahrungen mit Kaffeepadmaschinen

Um gleich vorweg zu nehmen, mittlerweile stehen die von mir erworbenen Kaffeepadmaschinen alle im Keller. Nur bei einem Gerät lag das nicht an der Qualität des damit produzierten Kaffees.

Ich trinke meine Kaffee am liebsten schwarz, was den Nachteil hat, dass ein schlechter Kaffee auch genau so schmeckt.  Diejenigen die ihren Kaffee mit Milch oder gar mit Milch und Zucker trinken haben vermutlich nicht ganz so hohe Anforderungen an den Kaffee.

Hier nun die einzelnen Geräte:

Philips Senseo

Quasi der Erfinder des Kaffeepads. Die Senseo Maschine ist recht einfach zu bedienen, Kaffeepad rein, warten bis das Wasser heiß ist und anschließend das Knöpfchen drücken.  Der Kaffee von Douwe & Egberts ist geschmacklich gerade noch akzeptabel, dafür aber schlichtweg überteuert. Für 2 Päcken (36 kleine Tassen) dieser Sorte bekommt man ein Pfund Beste Bohne von Tchibo, welches für sehr viel mehr Tassen reicht. Mittlerweile gibt es die Kaffeepads auch von anderen Herstellern, ausprobiert wurden die Pads von Aldi,  Jacobs und Tchibo, wobei die beiden erst genannten meiner Meinung nach einfach nur unterirdisch schmecken, die Tchibo Pads (Crema) hatten zwar Geschmack, aber das Mischungsverhältnis stimmt einfach  nicht. Wer sein Leute mit Herzproblemen im Haus hat, sollte unbedingt nur ein Pad einlegen und die Taste für 2 Tassen drücken. Selbst mir war der Kaffee beim Drücken der Taste für einen Kaffee zu bitter, so dass ich noch etwa ein halbe Tasse manuell habe reinlaufen lassen. Das kann aber nicht Sinn der Sache sein und nervt auf Dauer. Kakaopads, Kakao/Kaffeepads, Espresso oder gar Cappuccinopads sind bei diesem System eher etwas für Masochisten. Da sollte man lieber zu Instandlösungen greifen, das ist billiger und schmeckt sogar besser, was schon etwas heißen will.

Tassimo

Zu diesem System mache ich es kurz und schmerzlos: Ich habe nur eine einzige Sorte gefunden, die den Begriff Kaffee auch tatsächlich verdient hat, die Sorte Carte Noire Petit Déjeuner, die es allerdings nicht im Handel sondern nur im Onlineshop von Tassimo gibt. Eine der schlimmsten Kaffeeerfahrungen hatte ich mit der Starbucks House Blend, schlimmer gehts nimmer. Der Kaffee schmeckt dermaßen säuerlich und holzig, dass ich ihn für ungenießbar halte. Die im normalen Einzelhandel erhältlichen Sorten sind zwar geschmaklich besser als Starbucks House Blend, aber meiner Meinung nach eher Muckefuck. Wirklich gut ist der Kakao von Suchard, die Milka Sorte fällt im Vergleich hierzu stark ab.

Es gibt noch Mischungen wie Latte Macchiato und Cappuccino, die auf jeden Fall besser sind als die Sachen aus den Senseo Mischungen, aber dennoch aufgrund des recht künstlichen Geschmacks, was meiner Meinung nach mit der verwendeten Milch zusammenhängt von einem entsprechenden Getränk beim Italiener meilenweit entfernt sind.

Bei diesem System ist jede Disc aus Plastik, die oben mit Metallfolie verschlossen ist. Aus ökologischer Sicht halte ich das für bedenklich.

Nespresso

Das Nespresso Gerät überzeugt. Die Kaffees sind durch die Reihe weg als sehr gut zu bezeichnen und stehen beim Vergleich mit dem entsprechenden Getränk beim Italiener in nichts nach.  In einem Test mit diversen Kaffeevollautomaten den ich kürzlich gelesen habe, ließ das geteste Nespresso Gerät die zum Vergleich herangezogenen Kaffeevollautomaten hinter sich. Kann ich mir gut vorstellen, denn geschmaklich habe ich noch nichts besseres getrunken. Zur Erzeugung von Milchschaum gibt es als Zubehör einen speziellen Behälter, der das ganze vollautomatisch macht, einige Geräte haben die Möglichkeit zur Schaumerzeigung bereits eingebaut.

Ein riesige Nachteil an diesem System: Die Kaffeekapseln kann man ausschließlich über das Internet bestellen. Mal eben im Supermarkt vorbeifahren und Kapseln besorgen gibt es bei diesem System nicht. Das war mir leider beim Kauf nicht bewusst. Der Hersteller erzielt dadurch eine noch höhere Marge, da der Einzelhandel so nicht mitverdient, mir ist dass allerdings zu umständlich. Es dauert auch immer ein paar Tage bis die Bestellung eintrifft.

Bei diesem System ist jede Kapsel aus Metall, die oben mit Metallfolie verschlossen ist. Aus ökologischer Sicht halte ich auch das für bedenklich.

Kosten

Wenn man mal die Anschaffungskosten der jeweiligen Geräte außen vor lässt und nur den Kaffeepreis für einige Sorten auf den Preis für ein Pfund Kaffee (500g) hoch rechnet, wird erst deutlich, dass das Padgeschäft für den Hersteller recht lohnenswert sein muss:

  • 500g Beste Bohne, zur Zeit 4,99 EUR, sonst 5,99 EUR
  • Douwe & Egberts klassisch, 125g Inhalt, EUR 2,49, hochgerechnet auf 500g Kaffee EUR 9,96
  • Tassimo T-Disc, Jacobs Krönung, 112g Inhalt EUR 3,99. Hochgerechnet auf 500g Kaffee EUR 17,81
  • Nespresso gibt leider auf der Webseite keine Kaffeemenge an, sondern nur den Kapselpreis, der zwischen 0,33 EUR und 0,35 EUR liegt. Für den Preis von einem Pfund beste Bohne kann ich bei Nespresso im günstigsten Fall 18 Tassen Kaffee trinken.

Fazit

Wenn Kaffee zu solch hohen Preisen angeboten wird, dann muss er schon richtig gut sein. Außer beim Nespresso System sind die Preise für den Kaffee bei keinem System gerechtfertigt. Der Nachteil beim Nespresso System ist der recht hohe Preis pro Tasse und die fehlende Verfügbarkeit im Einzelhandel.

Wie eingangs beschrieben werden mittlerweile alle drei Systeme nicht mehr eingesetzt, wir sind auf Bodum + Beste Bohne umgestiegen. Mein Tipp für den perfekten Kaffeegenuß: Den Kaffee immer nur in ganzen Bohnen kaufen und erst kurz vor der Zubereitung mahlen.