Archiv für den Monat: April 2009

Stefan Schumacher – er hat wohl doch

Der Radfahrer Stefan Schumacher gerät immer mehr in Verdacht gedopt zu haben. Bei einem Nachtest einer Probe der letztjährigen Tour de France wurde die Verwendung des Dopingmittels CERA in der A-Probe nachgewiesen. Die B-Probe wurde bisher nicht geöffnet. Stefan Schumacher wurde vom Weltverband UCI für 2 Jahre gesperrt. Stefan Schumacher beteuerte seine Unschuld und gab Verunreinigungen als Auslöser für die positive Probe an.

Jetzt wurde er bei einer Nachuntersuchung von Proben die während der Olympischen Spiele in Peking genommen wurden ebenfalls positiv getestet.

Zufälle gibt es. Gut, den Radfahrern glaubt mittlerweile sowieso keiner mehr, dass die nur mit Isostar über die Berge kommen. Aber eigentlich hätte man es doch schon vorher merken müssen, weiß man doch schon seit den Zeiten von Marco Pantani dass Doping für den Haarwuchs nicht besonders förderlich ist:-)

Schweinegrippe im Anmarsch

Mittlerweile sind auch in Deutschland die ersten drei Fälle von Schweinegrippe bestätigt worden. Nach Angaben von Tagesschau.de handelt es sich um je einen Fall aus Hamburg, Regensburg und Kulmbach. Wie dem Artikel weiter zu entnehmen ist, sei eine infizierte Person inzwischen wieder vollständig genesen, die beiden anderen befänden sich auf dem Weg der Besserung.

Die Bild Zeitung widmet dem Virus sogar die heutige Schlagzeile und ehrlich gesagt habe ich mich auch ein wenig anstecken lassen, nein, zum Glück nicht von der Schweinegrippe sondern von der Panik.

Wenn man sich etwas näher mit den bekannt gewordenen Zahlen beschäftigt, wirkt die Schweinegrippe nicht mehr ganz so bedrohlich. In Mexico sind zwar tatsächlich in den letzten 4 Wochen 159 Grippetote gemeldet worden, allerdings konnte lediglich in 7 Fällen das Schweinegrippevirus nachgewiesen werden. Es gibt offenbar noch andere Grippearten an denen man sterben kann.

In Deutschland sterben übrigens im Jahr etwa 20.000 Menschen an einer „normalen“ Grippe – Panik scheint also unangebracht, Vorsicht hingegen nicht. Einen Impfstoff gibt es derzeit nicht, es sind lediglich Mittel zur Behandlung nach einer Ansteckung vorhanden z.B. Tamiflu.

Attila Albert von der Bild Zeitung hat heute ein paar lustige Hygienetipps gebracht:

Putzen Sie die Wohnung jede Woche, lüften Sie täglich gründlich durch und lassen Sie die Sonne herein – UV Strahlen töten Erreger.

Na klar, UV Strahlen töten tatsächlich Erreger, allerdings im Wellenbereich von 254 nm, das nennt sich UV-C Strahlung. Diese wird allerdings bei intakter Ozonschicht herausgefiltert bevor sie auf die Erde trifft.

Türkeiurlaub vorbei, Wetter war gut

Ich bin letzte Woche seit etwa 10 Jahren mal wieder in der Türkei in Alanya gewesen. Eigentlich fiel die Entscheidung nur für die Türkei, weil es dort jetzt schon schön warm ist und die Reisepreise sehr attraktiv waren. Von einer Woche Urlaub hatten wir 2 Tage Regen, der Rest war absolut badetauglich.

Was mich von der Türkei als Reiseziel in den letzten Jahren abgehalten hat, ist die enorme Hitze in der Hochsaison und die türkische Mentalität beim anbieten von Waren und Dienstleistungen. Und da hat sich in den letzten 10 Jahren offenbar nicht viel verändert, was die Urlaubsfreuden doch sehr trübt. Es ist nicht möglich irgendwo langzugehen ohne ständig von irgenwelchen halbwüchsigen Hosenverkäufern und aggressiv „werbenden“ Dönerbratern angesprochen zu werden. Da wird von weitem gerufen, geklatscht und gepfiffen und bei kürzeren Distanzen gern auch mal einfach in den Weg gestellt. Leute, Leute, das nervt extrem, zwar stets freundlich aber einfach nur unangenehm. Mein Sohn und ich hatten auf dem Weg ins Zentrum immer schon eine kleine Wette laufen, wie oft wir angesprochen werden.

Markenrechte scheint man in der Türkei nicht zu kennen. Gefälschte Produkte werden in Massen zum Verkauf angeboten. Ich denke den typischen Türkeiurlauber erkennt man im Moment am Ed Hardy T-Shirt. Vor 10 Jahren konnte man diesen noch an seinem Hugo Boss Sweat-Shirt identifizieren, dass hat sich bei mir so eingeprägt, dass ich noch heute bei den Klitschkos denke die hätten ihre Buchsen auf einem Basar in Istanbul gekauft.

Im Vergleich zu Italien, Spanien oder Griechenland hinkt die Türkei als Urlaubsregion doch noch deutlich hinterher. Abseits der Bettenburgen zeigt sich dann oft ein wirklich hässliches Gesicht aus Bauruinen, Bretterbuden und Müll. Besonders deutlich wird das in der Umgebung des ClubAli Bey in der nähe von Manavgat. Ein absolutes Tophaus, mit großer Poolanlage, mehreren Rutschen, gefühlten 178 Tennisplätzen und und und…und direkt dahinter sah es aus wie in Tschteschenien nach dem Bürgerkrieg mit ein paar neugebauten „Shoppingcentern“ drin.

Nicht dass das jetzt falsch rüberkommt, es gibt auch wirklich viele, viele  schöne Ecken dort, das Wetter war auch meistens schön, man konnte im Meer und im Pool baden, wo geht das denn schon im April, aber auch die Türkei steht im Wettbewerb zu anderen Urlaubsregionen und hier profitiert die Türkei meiner Meinung nach in erster Linie von den Preisen.

Beleidigte Leberwurst

Vor 2 Wochen hat eine Firma deren Namen ich zuvor noch nie gehört hatte telefonisch nach einem Touch Monitor angefragt. Nach der Frage, ob der lieferbar sei wollte man dann gleich bestellen.  Die Bestellung kam dann per Telefax rein, ingesamt 6 Seiten. Zum einen wurde der Preis für den Monitor um fast 100 EUR niedriger bestellt, als das Gerät bei uns angeboten wird, zum anderen waren an der Bestellung noch 4 Seiten sehr klein geschriebene Allgemeine Einkaufs- und Lieferbedingungen, die ich akzepieren sollte. Da mir die Bedingungen zu einseitig formuliert waren (der Preis war sicherlich nur ein Irrtum) habe ich zurückgeschrieben, dass wir Lieferungen nur zu unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen ausführen und den Auftrag in der Form nicht annehmen. Für mich war die Sache damit erledigt.

Heute kam dann doch überaschenderweise noch ein Anruf dieser Firma, mit der Frage wo der Monitor denn nun bleibe. Auf meine Erwiderung, dass der Preis nicht stimme wurde erwidert, dass man das zur Kenntnis genommen habe. Da habe ich noch schnell und (ich schwöre) wirklich freundlich nachgeschoben, dass wir die Lieferbedingungen nicht akzeptieren. Das war sie offenbar nicht gewohnt, den plötzlich war sie da, die beleidigte Leberwurst. Alle Lieferanten würden die Bedingungen annehmen und wenn wir kein Geld verdienen und auch auf Folgegeschäfte verzichten wollen, dann müsse sie eben woanders bestellen, auf wiederhören und rumms aufgelegt.

Liebe Frau M. aus dem Schwabenland, falls Sie das hier lesen: Wenn man sich nicht einigen kann, kommt man eben nicht zusammen. Das passiert täglich millionenfach und ist kein Grund seine Umgangsformen zu vergessen. Keep smiling.

Umweltprämie wird nicht verlängert

Wie heute aus dem Bundesministerium für Umweltprämien bekannt wurde wird die Prämie nun doch nicht verlängert. Zunächst sollten aufgrund des großen Erfolges der Abwrackprämie und der doch recht schnellen Ausschöpfung der dafür bereitgestellten Mittel die Prämie verlängert werden. Dies ist nun nicht mehr finanzierbar. Aufgrund der gestern durch die Bafa veröffentlichten Daten hinsichtlich der Anzahl eingereichter Anträge ist der Prämientopf nun ausgeschöpft. Viele Autokäüfer werden nun leider leer ausgehen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass das Antragsverfahren erst vor 2 Tagen umgestellt wurde, ist für viele dieser plötzliche Rückzieher nicht nachvollziehbar.