Archiv für den Monat: August 2009

Bundesrepublik stellt sich auf massiven Anstieg der Inflation ein

Aus der Abteilung wir haben keine Ahnung, aber schreiben trotzdem eine Verschwörungsgeschichte: „Drohender Kollaps: Bundesrepublik stellt sich auf massiven Anstieg der Inflation ein“, titelte die Webseite lifegen.de im März. Als Beweis wird auf den Entwurf eines Gesetzes zur Errichtung eines Sondervermögens „Vorsorge für Schlusszahlungen für inflationsindexierte Bundeswertpapiere“ (Schlusszahlungsfinanzierungsgesetz – SchlussFinG) hingewiesen.

Die Bundesregierung hat zur Finanzierung Bundesanleihen herausgegeben, die dem Käufer nur einen recht niedrigen Zinssatz versprachen, bei denen jedoch am Ende der Laufzeit ein Ausgleich für inflationsbedingte Wertminderungen zu zahlen ist. Damit für diese Abschlußzahlungen bereits aus dem laufenden Haushalt Mittel „zur Seite“ gelegt werden können und die Belastung des zukünftigen Haushalts durch die später fälligen Einmalzahlungen zu minimieren, wurde nun dieses Gesetz ins Leben gerufen. Recht anschaulich erklärt dies auch der Abgeordnete Jochen Konrad Fromme  in seiner Rede.

Spare in der Zeit, so hast du in der Not. Wie Lifegen.de nun allerdings daraus schließt, die Bundesregierung rechne mit einem massiven Anstieg der Inflation will sich mir leider nicht erschließen.

Wahlkampf im Internet, Parteien mit Problemen

Der Wahlkampf findet mittlerweile auch im Internet statt. Bei Xing wurde dazu eingeladen die Parteien mit Ihrem Programm auf Herz und Nieren zu testen.

Sie fragen sich, welcher Politiker das schlüssigste Konzept für die Wirtschaft hat? Oder
welche Partei Ihre Stimme im kommenden September verdient? Jetzt haben Sie die
Chance, konkrete Antworten zu erhalten und mit XING-Mitgliedern zu diskutieren.

Ich habe mir die Gruppen der beiden großen Volksparteien SPD und CDU einmal angesehen und bin ehrlich gesagt ein wenig entstetzt.

In der SPD Gruppe haben offenbar einige Teilnehmer noch nicht mitbekommen, dass sich dort nicht nur Parteimitglieder aufhalten, sondern dass sich potentuelle Wähler informieren möchten. Zitat aus diesem Beitrag, bei dem es um Steinemeiers Deutschalndplan geht:

Hinterfragen, konstruktiv kritisieren, alles wirklich gut, richtig und wichtig…aber 50 Tage vor der Wahl sollten wenigstens die eigenen Genossen endlich hinter ihrem Kanzlerkandidaten Aufstellung nehmen. Weder Christdemokraten noch FDPler diskutieren und streiten öffentlich so kurz vor einer Wahl, die in unserem Fall beinahe schon an eine Entscheidungsschlacht um Leben und Tod (der Partei) erinnern könnte.

In einem anderen Beitrag stellte jemand sinngemäß fest, dass Steinmeier eine arme Sau sei, weil die Partei nicht genug hinter ihm stehe und einige befürchten nach einer Wahlniederlage im falschen Lager zu stehen. Ich erwiderte, dass er tatsächlich eine arme Sau sei, da er gegen Frau Merkel meiner Meinung nach chancenlos ist, es sei denn man würde Frau Merkel vorher noch beim Stehlen erwischen.

Das kam bei dem Moderator nicht ganz so gut an, der Beitrag wurde kurzerhand gelöscht.

Bei der CDU ist es auch nicht besser. Auf die Frage, was konkret mit dem Punkt aus dem Wahlprogramm „Für das Steuersystem gelten die Grundsätze: einfach, niedrig, gerecht“ gemeint ist, fühlt sich zunächst niemand zuständig, auf Nachfrage wird dann auf das Wahlprogramm verwiesen bzw. man solle die Frage noch einmal über die Webseite der CDU stellen. Dann kann man sich die Diskussionsrunde bei Xing eigentlich auch sparen.

Die Idee mit den Wählern über Xing direkt in Kontakt zu treten finde ich richtig gut, die Umsetzung ist zumindest in den Foren die ich besucht habe eher mangelhaft. Ich würde mir wünschen, dass hier auch hochkarätige Parteimitglieder zu Ihren Programmen Stellung nehmen.

1&1 ändert einfach die Gebühren

Eine kleine Überraschung erlebte ich bei einem Anruf bei der 1&1 Hotline. Da sich Apache Server verabschiedet hatte wurden meine Seiten nicht mehr angezeigt. Das Problem konnte schnell wieder behoben werden. Allerdings wollte 1&1 für den Anruf bei der Hotline 14 Cent pro Minute abkassieren. Bei Abschluß meines Vertrages wurde hingegen eine kostenlose Hotline vereinbart. Wenn 1&1 den Vertrag einfach einseitig ändert, habe ich zumindest ein Sonderkündigungsrecht.

Meiner Meinung nach hat das ganze System, ich habe jetzt vielleicht 5 Minuten mit der Hotline telefoniert, macht 0,70 Cent. Für die paar Cent wird sich kaum jemand beschweren, das gehe nämlich nach Auskunft des 1&1 Hotline Mitarbeiters nur schriftlich.

Nachtrag: 1&1 hat sich doch als servicefreundlich herausgestellt. Eine Mailanfrage reicht, es wurde umgehend die Erstattung der Kosten angeboten.