Archiv für den Monat: September 2009

Yasni, ist das die Wahrheit?

Gerade bin ich über ein Interview von S.Rühl, dem Geschäftsführer der umstrittenen Suchmaschine  Yasni bei 20 Minuten Online , einem schweizer Internetangebot gestolpert.

Für alle die sich schon immer gewundert haben, dass ohne erkennbare Verbindung in dem „Kennen Sie auch Feld?“ Freunde, Verwandte und Bekannte auftauchen obwohl es im Netz keinerlei Zusammenhang zwischen den Personen gibt, hier die Antwort:

Die genannte Funktionalität an sich ist recht komplex und bezieht semantisch in Beziehung stehende Namen aus jeweiligen öffentlich verfügbaren Suchergebnissen zu den Namen inklusive öffentlich verfügbarer Bekanntenlisten diverser Social Networks und zum Teil auch häufig im Zusammenhang gesuchte Namen ein.. Letzteres greift aber nur, wenn wirklich sehr häufig und zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Zusammenhang gesucht wurde….

Klartext: Gebe ich zunächst meinen Namen bei der Suche ein und anschließend den Namen eines Freundes, so speichert Yasni das offenbar. Ab einer gewissen Anzahl von gleichartigen Eingaben stellt Yasni dann einen Zusammenhang her. Wer also jemanden mit einer eifersüchtigen Frau ein bisschen Ärgern möchte, könnte demnach den Namen seines Freundes und seiner neuen großbusigen Sekräterin häufiger in den Suchschlitz bei Yasni ein.

Die Frage, ob man das „Kennen Sie auch Feld?“ aus seinem Profil entfernen lassen kann, beantwortet er wie folgt:

Auch das ist möglich – allerdings nur für sehr spezielle Namen. Denn es gibt zum Beispiel für den Allerweltsnamen Peter Müller nur eine Box, in der aber durchaus unterschiedliche Namen auftauchen können. Daher kann man sie für solche Namen nicht löschen lassen. Im Übrigen sind wir uns etwaiger Datenschutzprobleme durchaus bewusst und tun, was möglich ist, um sie zu beseitigen. So werden bei uns keine E-Mail-Adressen und Telefonnummern mehr angezeigt.

Das ist leider so nicht richtig. Eine Abfrage bei Google nach bei Yasni.ch gespeicherten bluewin.ch Adressen ergibt eine stattliche Trefferzahl

bluewin

Auch die bei Yasni gespeicherten Inhalte sprechen eine andere Sprache:

sisler

Was wir von der nächsten Legislaturperiode erwarten können

Nachdem die Bundestagswahl zu gunsten von CDU/CSU und FDP entschieden ist, hier meine Einschätzung was wir in den nächsten 4 Jahre erwarten können:

Abschaffung der Wehrpflicht
Laut Wahlprogrammen der im Bundestag vertretenen Parteien ist einzig die Union für ein Festhalten an der Wehrpflicht. Die SPD dafür, dass künftig nur noch diejenigen einberufen werden, die sich zuvor bereit erklärt haben, den Dienst in der Bundeswehr zu leisten, was dann mit Pflicht nichts mehr zu tun hat. Die Union steht bei der Wehrpflicht also ziemlich alleine da.

Vereinfachung des Steuerrechts
Das Steuerrecht wird vereinfacht, so zumindest wollen es die FDP und CDU/CSU. Meiner Meinung nach sollten die Vereinfachung nicht von irgendwelchen Steuersenkungen oder Erhöhungen abhängig gemacht werden. Das jetzige Steuerrecht versteht kein Mensch mehr.
Die CDU/CSU möchten den Eingangsteuersatz von 14 auf 13 und später auf 12% senken. Das ist ein bisschen wie im Supermarkt, statt 2,00 EUR kostet dort auch alles nur 1,99 EUR. Bei einem Einkommen von 8.000 EUR (alleinstehend) sind dann statt 51,00 EUR nur noch 41,00 EUR ESt (bei 12%) zu zahlen, pro Monat also nicht einmal 1 EUR.
Erstaunlicherweise hat hier die FDP hier einen sehr viel besseren Ansatz, der Grundfreibetrag soll nämlich auf 8.004 EUR erhöht werden und der Eingangssteuersatz lediglich 10% betragen. Bei obigen Beispiel wurde der Kleinverdiener überhaupt keine Einkommensteuer zahlen.

Kinder und Familie
Kindergartengebühren soll es sowohl nach dem Willden der CDU/CSU als auch der FDP zukünftig nicht mehr geben.
Die FDP/SPD/Linken und Grünen möchten Lebenspartnerschaften der Ehe gleichstellen, die CDU/CSU lehnt das als einzige Partei ab.

Atomkraft
Die Laufzeiten der vorhandenen Atomkraftwerke werden verlängert, neue AKW werden nicht gebaut.

Vielleicht sollte sich die zukünftige Opposition einfach mal den „Spaß“ erlauben im Hinblick auf die Wehrpflicht und der rechtlichen Gleichstellung von Lebenspartnerschaften einen Gesetzesentwurf im Bundestag einzubringen. Es wäre spannend festzustellen ob Demokratie tatsächlich funktioniert.

iWeb, nette Sache

Ich experimentiere gerade mit der Software meines neuen Computers. Unter anderem ist dort eine Software zum Erzeugen von Webseiten dabei gewesen. Das ganze funktioniert im Grunde wie eine Textverarbeitung, ich schätze mal so sieht der erzeugte HTML Code dann auch aus. Das System funktioniert aber dennoch recht reibungslos, ich denke damit kann man auch als absoluter Webseitenerstellungsanfänger recht brauchbare Ergebnisse erzielen.

Gleichbehandlungsgrundsatz beim DFB, Glückwunsch zur Europameisterschaft

Deutschland ist zum 7. mal Europameister im Frauenfußball und das sogar zum 5. Mal hintereinander, mein Glückwunsch.

Vor ein paar Tagen habe ich in der Zeitung gelesen, die Spielerinnen sollen für Ihren Erfolg vom DFB 12.000 EUR pro Person als Siegprämie für den Gewinn der Europameisterschaft bekommen. Eigentlich eine schöne Sache, aber im Vergleich zu den Männern ist das ein Witz. Bei den Männern wurde für die Europameisterschaft 2008 mit dem DFB eine Siegprämie von EUR 250.000 EUR ausgehandelt. Selbst für eine erfolgreiche WM Qualifikation werden pro Spieler und Sieg bis zu 20.000 EUR gezahlt. Von Gleichbehandlung hält man beim DFB offenbar nicht viel.

Nun gibt es in Deutschland zum einen  seit 1994 den Zusatz zu Artikel Art. 3 Abs. 2. Satz 2 GG in dem es heiß: „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ und auf der anderen Seite das Allgemeine Gleichstellungsgesetz, umgangssprachlich auch Antidiskriminierungsgesetz, durch das Ansprüche wegen eben einer solchen Ungleichbehandlung durchsetzbar geworden sind.

Wenn ich Spielerin in der Frauennationalmannschaft wäre, wurde ich beim DFB zumindest einmal ganz dezent anklopfen.

Orderschecks bei der Postbank einlösen für die Postbank ein Problem

Offenbar setzt man bei der Postbank wenig geschulte Mitarbeiter ein, denn so viel Ahnungslosigkeit bei einem Standardvorgang wie einer banalen Scheckeinreichung habe ich noch nicht erlebt.

Ich habe einen Orderscheck bekommen, dass sind die mit dem roten Rand an der Seite. Diese dürfen nur von demjenigen eingelöst werden, der vorne auf dem Scheck genannt ist. Möchte man den Scheck jemanden weitergeben, so muß dieser anders als beim Verrechnungsscheck auf der Rückseite indossiert werden. Hierzu schreibt man auf der Rückseite an wen er weitergegeben werden soll und unterzeichnet. Eine Sonderform ist die bloße Unterzeichnung, dann wird es ein Blankoindossament, der Scheck kann dann von jedem der ihn besitzt eingereicht werden.

Bei meinem Scheck stimmte jedoch beides überein, so dass ich den Scheck Ende August eingeschickt hatte. Heute nach fast 2 Wochen lag er wieder in der Post mit einem kleinen Begleitschreiben. Der Scheck konnte nicht eingelöste werden, da auf der Rückseite die Unterschrift und der Firmenstempel fehle. Natürlich fehlen die, ich will ihn ja nicht weitergeben sondern einfach nur einlösen.

Ich habe dann die Hotline bemüht. Die Dame war natürlich auch der Meinung. dass der Scheck eine Unterschrift auf der Rückseite benötige. Als ich sie darauf hinwies, dass der Scheck dadurch von jedem eingelöst werden können und die Funktion damit ad absurdum geführt werde war sie felsenfest davon überzeugt, dass stehe so im Scheckgesetz. Den Paragrafen konnte sie mir auf Nachfrage nicht nennen „Wissen Sie wie dick das Scheckgesetz ist?“. Wußte ich natürlich, hatte ich mir vorher schon angesehen, sind genau 13 Seiten, darf man sich als Fachkraft also durchaus mit auskennen

Ich habe nun einen Beschwerdebrief geschrieben und den Scheck noch einmal eingereicht, natürlich ohne Indossament. Beim Heraussuchen eines neuen Giroauftrages ist mir dann doch glatt das Heftchen Postbank Giroaufträge Hinweise und Ausfüllmuster in die Hand gefallen. Ich zitiere mal:

Was bein Scheckeinzug zu beachten ist

…. Wenn Sie einen Orderscheck einreichen wollen und im Scheck nicht als Scheckempfänger genannt sind, müssen Sie auf der Rückseite des Schecks durch ein ordnungsgemäßes Indossament (formgebundene schriftliche Übertragungserklärung) bzw. eine ordnungsgemäße Indossamentkette legitimiert sein.

Wer sagt es den eigenen Mitarbeitern?

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Kleiner Nachtrag vom 15.09.2009: Mein Scheck ist nun seit dem 11.09.09 wieder bei der Postbank. Gutschrift Fehlanzeige. Ich kann die Postbank leider nicht weiterempfehlen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass es immer weniger echte Filialen gibt.

Vorauseilender Gerhorsam bei der CDU? Mitlesen privater E-Mails durch den Vorstand der CDU Geldern

Bei der CDU in Geldern war man offenbar von Schäubles Überwachungsplänen so angetan, dass man schon jetzt dazu übergegangen ist, die direkt an Fraktionskollegen adressierte E-Mail zunächst erst einmal zu lesen und dann eventuelle weiterzuleiten oder auch eben nicht, wie heise berichtet. Der Vorstand fühlt ist sich keiner Schuld bewusst, nach seiner Sicht handele es sich beim Mitlesen von E-Mailseigentlich um das gleiche wie das Lesen von Postkarten. Die Argumentation zeigt eigentlich nur, dass man sich gar keine Gedanken gemacht hat.

Arbeitsrechtlich ist so etwas eigentlich recht eindeutig, ist die private Nutzung des E-Mail Accounts erlaubt, darf man nicht mitlesen, ist es verboten so darf mitgelesen werden.

Portieren von Musik aus dem Iphone nach Itunes nicht möglich

Wollte gerade ein bisschen Musik vom Iphone Richtung Itunes auf meinem neuen Rechner kopieren. Habe einfach mal synchronisieren angeklickt, leider kommt dann von Itunes der Hinweis, dass bei einer Synchronisation die Daten auf dem Iphone gelöscht werden. Ich weiß ja nicht was Apple unter synchroniseren versteht, ich verrate mal soviel: Per Definition sollten die Daten auf beiden Gerät anschließend identisch sein. Sind sie zwar auch nach dem appleschen Verständnis, nämlich beide leer, das ist aber nicht das, was man als Anwender erwartet.