Archiv für den Monat: November 2009

Autobahnmaut in Deutschland

Wie ich heute morgen in der Financial Times Deutschland lesen musste, sieht der Präsident des Bau Hauptverbandes Herbet Bodner keinen anderen Weg genug Geld für den Straßenbau zusammenzubekommen, als die Einführung der Pkw Maut in Deutschland.

Sein genialer Plan dahinter: Hierdurch sollen Mittel für den Straßenbau dem Haushaltszugriff durch die Politiker entzogen werden. Er schlägt daher vor zunächst 5 Milliarden aus der Lkw Maut und 4,8 Milliarden durch die Einführung einer Pkw Maut dem Zugriff durch den Staat entziehen. Auf der anderen Seite soll es dann Entlastungen bei der Kfz.-Steuer und bei der Mineralölsteuer geben.

Offenbar hat Herr Bodner die Finanzlage von Deutschland noch nicht ganz erfasst. Wenn das Geld übrig wäre, würde es auch tatsächlich in den Straßenbau gesteckt werden. Im Moment läuft das ganze nur auf Sparflamme.

Die Einführung einer PKW Maut gibt es aber nicht zum Nulltarif. Wir kleben uns dann alle den nächsten Aufkleber an die Scheibe oder bauen uns kleine elektronische Aufzeichnungsgeräte in die Autos, das kostet. Wenn ich also dem Staat 9,8 Milliarden EUR „abluchse“ bleiben wegen des teuren Verwaltungsapparat für die Maut keine 9,8 Milliarden für den Straßenbau übrig.

Herr Bodner ist natürlich ein Lobbyist. Vordergründig geht es ihm darum für seine Verbandsmitglieder weitere Steuergelder zu fordern. Dennoch ist es so, dass zu wenig Geld in den Ausbau und die Instandhaltung des Verkehrsnetzes gesteckt wird.  Wie oft habe ich mich schon gefragt, warum eine Bundesstraße neuen Asphalt bekommt, obwohl er augenscheinlich noch völlig in Ordnung war und ich mich dann beim Abbiegen auf die Landstraße wundere, dass die völlig löchrig ist und einer dringenden Überholung bedarf. Mich interessiert doch als Verkehrsteilnehmer nicht, ob nun der Bund, das Land oder die Gemeinde für die Instandhaltung zuständig ist und in welchem Topf noch wie viel Geld ist.

Die Einführung einer Pkw Maut braucht es dafür nicht. Es würde schlichtweg reichen per Gesetz festzulegen, dass eine fester Prozentsatz aus der Mineralöl- und Kfz.-Steuer für den Ausbau und die Instandsetzung der Verkehrsnetze auszugeben ist.

Yasni und die personenbezogenen Daten

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Wenn ich nun im Personalwesen arbeite und ich einen bestimmten Bewerber durchleuchten möchte, kann mir Yasni also helfen. Sie speichern also keine Personenprofile, möchten aber Geld dafür haben Informationen zu einer bestimmten Personen anzuzeigen. Bin ich der einzige der da eine Widerspruch sieht?

Man muss sich noch einmal den Satz

Der Yasni PremiumCheck zeigt Ihnen alle Personen & Namen zu Skills, Firmen, Dienstleistungen uvm.: egal, ob und wo die passenden Personen angemeldet sind…

auf der Zunge zergehen lassen. Egal ob die Personen irgendwo angemeldet sind, Yasni zeigt die passenden Informationen. Heisst dass, wenn die Person nirgendwo angemeldet ist, werden sich Informationen ausgedacht?