Archiv für den Monat: Januar 2010

HD TV der privaten Sender

Hochauflösendes Fernsehen der privaten Sender RTL, Vox, ProSieben, Sat.1 und Kabel 1 soll nach einer Heise-Meldung in Kürze nicht nur per Satelit, sondern auch per Kabel empfangbar sein.

Das Programm wird allerdings verschlüsselt übertragen, ein Jahresabo wird 50 EUR kosten. Die Privatsender setzen dabei auf das HD+ Verfahren, bei denen die Fernsehsender entscheiden, ob z.B. bei einer aufgezeichneten Werbeunterbrechnung vorgespult werden darf und wie lange die Aufzeichnung angesehen werden kann. Und genau hier soll es massive Einschränkungen geben.

Ganz unabhängig von den möglichen Einschränkungen bei aufgezeichnetet HD+ Sendungen habe ich das Geschäftsmodell der privaten Sender so verstanden, dass sie Geld mit Werbung und duseligen Call in Gewinnfragen oder Abstimmungen verdienen. Daher ist für die Fernsehsender die gemessene Quote sehr wichtig. Wenn nun für werbefinanziertes Fernsehen noch Gebühren erhoben werden, führt das nicht sogar zu weniger Zuschauern? Den öffentlich rechtlichen Sendern soll es recht sein, die senden das HDTV Signal nämlich unverschlüsselt und dürften sich über HDTV Fans freuen. Meiner Meinung nach ist das für die Privatsender ein Eigentor.

Bei den Quoten die gemessen werden wundere ich mich eigentlich nur noch. Sind die Deutschen wirklich so doof und gucken Sendungen wie: K11, Niedrig und Kuhnt, Richterin Barbara Salesch und Konsorten?

Heute Abend kommt bei RTL wieder ein Paradebeispiel, wie man ein eigentlich ganz nettes Format kaputt bekommt. 21:15 Die ultimative Chart-Show: Die erfolgreichten Pop-Piano Hits aller Zeiten. Nächste Woche kommt dann: Die erfolgreichsten Jazz-Piano Hits aller Zeiten, danach die erfolgreichsten Pop-Piano Hits mit Sängerinnen die zum Zeitpunkt der Aufnahme unter 30 waren …. Besonders bei den „Live“ Auftritten der älteren Semester stelle ich mir die Frage: Ist es für die Zuschauer und auch die Künstler wirklich vorteilhaft in HD gesendet zu werden?

Thorsten Frings Rücktritt: Jogi, sei nicht traurig, ich trete auch zurück

Lieber Jogi Löw,

leider hast du mich das ganze letzte Jahr nicht in die Fußballnationalmannschaft berufen. Ich bin jetzt echt sauer und weil ich jetzt auch noch eingeschnappt bin, teile ich dir jetzt mit, dass ich auch zukünftig der Mannschaft nicht mehr zur Verfügung stehe. Du brauchst mich also gar nicht mehr anzurufen.

Ich verstehe einfach nicht warum du mich bei der WM dabei haben willst.  Vor 4 Jahren war ich doch echt gut und mein Manager sagt mir, dass ich jetzt genausogut bin und sogar noch mehr Erfahrung habe. Warum sollte mir mein Verein denn sonst soviel Geld bezahlen.

Parteispenden die sich rechnen

1,1 Millionen EUR hat die FDP offenbar von der Mövenpick Gruppe über die Düsseldorfer Subtania AG in den Jahren 2008 und 2009 bekommen. Die CSU ist mit nur 820.000 EUR bedacht worden.

Mövenpick betreibt in Deutschland 14 Hotels. Zufälligerweise (wie FDP und CSU versichern) wurde gerade von den beiden Parteien im Wachtsumsbeschleunigungsgesetz, welches zum 01.01.2010 in Kraft getreten ist, der Mehrwertsteuersatz von 19% auf 7% gesenkt. Das sind 12% Punkte.

Bei einer Spende von 1.920.000 EUR rechnet sich das bei einem Umsatz aus Übernachtungen in Höhe von 16 Millionen EUR pro Jahr.

Leider tut uns Mövenpick nicht den Gefallen und veröffentlicht die Hotelumsätze ihrer deutschen Hotels.

Dennoch lässt sich anhand der bekannten Daten sehr schnell abschätzen, welch tolle Geschäftsleute die Mövenpicker wohl sind:

Auf der Webseite sind in Europa 29 Hotels mit 5.698 Zimmern angegeben. Per Dreisatz würden dann auf Deutschland etwa 2.750 Zimmer entfallen. Nehmen wir an, 1 Zimmer kostet im Schnitt 50 EUR.(Tatsächlich liegen die Preise hier in Braunschweig zwischen 79 EUR und 170 EUR pro Nacht). 2.750 EUR x 50 EUR x 365 Tage = 50.187.500 EUR. Leider, leider ist es in der Hotelbranche so, dass die Zimmer nicht immer ausgelastet sind, die Auslastung liegt tatsächlich im Schnitte bei etwa 64%, für unsere kleine Rechnung gehen wir der Einfachheit halber mal von 50% Auslastung aus, so dass sich aus den deutschen Hotels schlechtgerechnet mindestens 25.093.750 EUR Umsatz ergeben.

Nach den Erfahrungen der letzten Jahre (Helmut Kohl nimmt wohl die Namen der Spender aus der letzten Parteispendenaffäre mit ins Grab) wäre es an der Zeit über ein Verbot und da gehe ich sogar noch weiter über eine Strafe nachzudenken.