Parteispenden die sich rechnen

1,1 Millionen EUR hat die FDP offenbar von der Mövenpick Gruppe über die Düsseldorfer Subtania AG in den Jahren 2008 und 2009 bekommen. Die CSU ist mit nur 820.000 EUR bedacht worden.

Mövenpick betreibt in Deutschland 14 Hotels. Zufälligerweise (wie FDP und CSU versichern) wurde gerade von den beiden Parteien im Wachtsumsbeschleunigungsgesetz, welches zum 01.01.2010 in Kraft getreten ist, der Mehrwertsteuersatz von 19% auf 7% gesenkt. Das sind 12% Punkte.

Bei einer Spende von 1.920.000 EUR rechnet sich das bei einem Umsatz aus Übernachtungen in Höhe von 16 Millionen EUR pro Jahr.

Leider tut uns Mövenpick nicht den Gefallen und veröffentlicht die Hotelumsätze ihrer deutschen Hotels.

Dennoch lässt sich anhand der bekannten Daten sehr schnell abschätzen, welch tolle Geschäftsleute die Mövenpicker wohl sind:

Auf der Webseite sind in Europa 29 Hotels mit 5.698 Zimmern angegeben. Per Dreisatz würden dann auf Deutschland etwa 2.750 Zimmer entfallen. Nehmen wir an, 1 Zimmer kostet im Schnitt 50 EUR.(Tatsächlich liegen die Preise hier in Braunschweig zwischen 79 EUR und 170 EUR pro Nacht). 2.750 EUR x 50 EUR x 365 Tage = 50.187.500 EUR. Leider, leider ist es in der Hotelbranche so, dass die Zimmer nicht immer ausgelastet sind, die Auslastung liegt tatsächlich im Schnitte bei etwa 64%, für unsere kleine Rechnung gehen wir der Einfachheit halber mal von 50% Auslastung aus, so dass sich aus den deutschen Hotels schlechtgerechnet mindestens 25.093.750 EUR Umsatz ergeben.

Nach den Erfahrungen der letzten Jahre (Helmut Kohl nimmt wohl die Namen der Spender aus der letzten Parteispendenaffäre mit ins Grab) wäre es an der Zeit über ein Verbot und da gehe ich sogar noch weiter über eine Strafe nachzudenken.

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