Archiv für den Monat: April 2011

Einkaufsbedingungen bei Bestellungen

Wir bekommen häufiger Faxbestellungen von Firmen mit dem Hinweis es gelten die Einkaufsbedingungen des Bestellers. In der Regel sind diese der Bestellung nicht beigefügt, auch auf der Webseite des Unternehmens sucht man häufig vergebens. Es finden sich auch noch zusätzliche Formulierungen wie: „Ferner sind alle abgeschlosssenen Zusatzvereinbarungen wie Qualitätssicherungsvereinbarung und technische Lieferbedingungen gültig.“. Selbstverständlich wird zu den von uns im Shop angebotenen Preisen bestellt.

Da diese Bedingungen für den Lieferanten in der Regel unvorteilhaft sind, muss er sich diese genau durchlesen und verstehen, da man sich sonst z.B. dazu verpflichten könnte sämtliche Ersatzteile eines Gerätes zu bevorraten oder die Gewährleistung auf einen längeren Zeitraum auszudehnen oder gar eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, von den Zahlungsbedingungen ganz zu schweigen.

Genau da fängt es an, dass sich Auftträge oft einfach nicht rechnen. Das Durchlesen kostet Zeit und Zeit ist Geld. Die Folgen einzelner Formulierungen in den Einkaufsbedingungen kann man als juristischer Laie nicht richtig abschätzen, so dass es zwingend der Überprüfung durch einen Rechtsanwalt bedarf. Allein das Prüfen durch einen Anwalt, ob man mit den Bedingungen einverstanden ist, kostet mindestens EUR 150,00 und dabei ist die eigene Arbeitszeit noch gar nicht eingerechnet.

Bei einer vernünftigen Kalkulation wird man bei Bestellungen zu Einkaufsbedingungen des Bestellers auf deutlich höhere Verkaufspreise kommen müssen, als bei Bestellungen zu den eigenen Geschäftsbedingungen.