Archiv für den Monat: September 2011

Lohnt sich ein Supreme Shop?

Derzeit promoted Supreme sein neues Onlineshop System ohne monatliche Fixkosten. Supreme sind die mit den tollen Ebay Auktionsvorlagen. Der Shop soll innerhalb von 20 Minuten fertig eingerichtet sein. Ich bin davon überzeugt, dass der Shop rein optisch einiges hermacht, ehrlich gesagt habe ich ihn mir nur ganz kurz einmal angesehen, sah nett aus. Das System dürfte allerdings nur für absolute Neueinsteiger interessant sein, erfolgreiche Shops werden vermutlich recht schnell wieder wechseln. Der Grund liegt in der meiner Meinung nach völlig überzogenen Gebührenstruktur. Supreme möchte 3% des Bruttoumsatzes als Gebühr. Gemeint ist hier natürlich der Bruttoumsatz inklusive der Versandkosten. Erstattungen der Gebühren sind z.B. bei Retouren durch den Kunden nicht möglich. Aus den AGB von Supreme geht leider nicht ganz genau hervor, ob in den Gebühren bereits die Umsatzsteuer enthalten ist oder ob sie zu den 3% hinzugerechnet wird. Gerade der Online Handel im Textilbereich, der mit hohen Retourenquoten zu kämpfen hat, wird sich schwer mit dieser Regelung tun.

Lässt man die Retourenquote einmal außen vor, dann summieren sich die Gebühren bei einem Shop mit 50.000 EUR Monatsumsatz bereits auf satte 18.000 EUR pro Jahr. Im Unterschied zu Plattformprovisionen wie z.B. ebay oder amazon stellt supreme hier lediglich ein Shopsystem zur Verfügung, bringt aber selbst keinen einzigen Kunden in den Shop, daher muss es sich auch mit anderen Shopsystemen vergleichen lassen. In der Preislage kenne ich nicht viele…

Neues Urheberrecht für Verlage

Im Rahmen einer Veranstaltung des Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger stellte Angela Merkel ein neues Urheberrecht für Verlage in Aussicht, das so genannte Leistungsschutzrecht. Das Leistungsschutzrecht soll die Online-Angebote der Zeitungen vor gewerblicher Nutzung durch andere – etwa durch Suchmaschinen – schützen. Den Verlegern schwebt eine Gebühr für die gewerbliche Nutzung ihres Onlineangebotes vor.

Die Lösug dürfte ganz sicher kein neues Gesetz sein. Sofern die Verlage ihr Angebot kostenpflichtig anbietenmöchten, haben Sie bereits jetzt die Möglichkeit den Zugang zu Ihren Artikeln auf registrierte Nutzer einzuschränken. Ferner ist es auch jetzt schon möglich Suchmaschinen von der Nutzung des eigenen Online Angebotes auszuschließen. Hierzu ist lediglich eine Datei unter dem Namen robots.txt auf dem Webserver abzulegen und dort

User-agent: *
Disallow: /

einzutragen. Es lassen sich hierüber auch ganz gezielt Inhalte ausschließen z.B. nur bestimmte Verzeichnisse oder bestimmte Artikel.

Da die technischen Möglichkeiten zur Umsetzung der Forderungen der Verlage bereits vorhanden sind, jedoch von diesen nicht ausreichend genutzt werden, muss man sich die Frage stellen warum das so ist und warum die Bundesregierung hier ein neues Gesetz in Aussicht stellt.

Weiter hat sie sich zu der Smartphone App der Tagesschau geäußert: „Private Medienunternehmen brauchen genügend Spielraum, ihre Investitionen müssen sich rechnen…Das ist auch bei den Smartphone-Applikationen immer wieder abzuwägen.“ Derzeit klagen 8 Zeitungsverlage gegen die Tagesschau App. Sie sehen das Gratisangebot als unzulässige Konkurrenz zu den sich durch Werbung refinanzierenden Angeboten der Verlage.

Mittlerweile sind ja auch Smartphones als neuartige Rundfunkggeräte von der Rundfunkgebührenpflicht erfasst. Wer also weder Fernseher noch Radio besitzt und nur ein Smartphones muss Rundfunkgebühren entrichten. Insofern ist es nur logisch und konsequent, dass auch für solche Geräte ein entsprechendes Programm durch die öffentlich rechtlichen bereitsgestellt wird. Ganz unabhängig davon scheint das Geschäft mit kostenpflichtigen Apps so schlecht nicht zu laufen, immerhin liegt die Bild App seit Monaten ganz weit vorne in App Charts.

Explosion im franzöischen Atomkraftfwerk (AKW) Marcoule

Wie eben bei n-tv und anderen Nachrichtensendern gemeldet, hat sich im südfranzösischem bereits stillgelegtem AKW Marcoule eine Explosion ereignet. Der Austritt von Radioaktivität ist nicht auszuschließen. Ein Mensch kam bei der Explosion ums Leben, vier Menschen wurden verletzt.

Vor ein paar Monaten ist Deutschland angesichts des Atomausstiegs von den Franzosen noch etwas belächelt worden. Hoffentlich findet auch dort ein Prozeß des Umdenkens statt.