Archiv für den Monat: Dezember 2011

Warum muss man eigentlich immer erst klagen?

Manche Kunden sind recht seltsam. Bestellen gegen offene Rechnung Ware, werden prompt beliefert, zahlen dann die Rechnung nicht.  Soweit nichts Außergewöhnliches. Ich versende 2 Mahnungen und gebe das ganze nei Nichtzahlung anschließend ins Inkasso. So geschehen auch am 18.11.2010 für eine Forderung aus dem Juni 2010, dort wurden sogar 3 Mahnungen verschickt. Wenn dann einen Tag nach Schreiben des Inkassobüros plötzlich Bewegung in die Sache kommt und der offene Rechnungsbetrag direkt auf mein Konto gezahlt wird,  kenne ich die Argumentation in der Regel schon: Die Zahlung hat sich ganz „zufällig“ mit dem Schreiben des Inkassobüros überschnitten, die Inkassokosten soll ich mal schön selbst tragen. So oft wie das vorkommt habe ich langsam die Vermutung ich kann Gedanken übertragen. Immer wenn ich „Inkasso“ denke, überträgt sich das an den betreffenden Kunden und löst bei ihm eine unmittelbare Zahlreaktion aus;-)

Das Inkassobüro fragt dann bei mir an, ob ich bereit bin die entstandenen Inkassokosten selbst zu tragen oder ob ein Anwalt die Kosten einklagen soll. Ich habe mich wie immer für das Einklagen entschieden und auch da kam nach Zustellung des Klageschreibens durch das Gericht an den Schuldner erneut Bewegung in die Sache: der Kunde hat nun auch die Inkassokosten gezahlt, muss allerdings nun noch Gerichtskosten und Anwaltsgebühren aufbringen. Für mich ist das völlig unverständlich und absolut unnötig, es erst so weit kommen zu lassen. Das hat auch etwas mit Anstand zu tun.

Hinsichtlich des Ersatzes der Aufwendungen eines Inkassobüros durch den Schuldner gibt es reihenweise Urteile mit gegensätzlicher Auffassung. Der Tenor bei den Urteilen, die die Erstattung von Inkassokosten durch den Schuldner verneinen lautet, man hätte gleich einen Anwalt beauftragen können, das Inkassobüro kann rechtlich auch nicht mehr machen als der Gläubiger selbst. Das ist natürlich völliger Quatsch: Wenn ich mir die Menge der Kunden die trotz mehrerer Mahnungen durch uns erst durch die Aufforderung eines Inkassobüros zahlen, dann ist der Erfolg deutlich meßbar.

Kassenrollenwurf bei St. Pauli

Die Kassenrollenwürfe bei Sportveranstaltungen wurden in letzter Zeit immer mehr, so war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis eine solche Kassenrollen nun einen Akteur am Kopf trifft.

Zum Glück für den Spieler war das nur eine kleine Kassenrolle. Bei einer Standardrolle mit 80mm Breite, wie sie an Tankstellen und Supermärkten zum Einsatz kommt wiegt hingegen etwa 360g und hätte deutlich größere Spuren hinterlassen.

Selbstklebende Bonrollen

Kassenrollen, die auf der Rückseite kleben kennt man, nennen sich Etiketten. Die gibt es als Einzeletikett und auch als Endlosetikett, dass dann vom Drucker in der benötigten Größe geschnitten wird. Das Probelm bei diesen Etiketten ist, dass sie zunächst auf einem Trägermaterial kleben und von diesem zu Benutzung abgelöst werden müssen. Für viele Anwendung eine gute Sache, für bestimmte Anwendungen jedoch zu umständlich. Es soll ja durchaus recht namhafte Coffeeshopketten geben, bei denen die an der Kasse bestellten Artikel mit einem Stift auf dem Becher geschrieben werden und dann dem Kaffeezubereiter hingestellt werden. Man stelle sich nun vor, die Kasse würde gleich einen kleinen Bon drucken, den man auf den Becher kleben kann und auf dem steht, welcher Artikel zubereitet werden soll. Übertragungsfehler sind dabei so gut wie ausgeschlossen.

Mittlerweile gibt es Bonrollen die auf der Rückseite beklebt sind, so dass man sie z.B. auf einen Kaffeebecher oder an eine Pinnwand in der Küche kleben kann. Der Vorteil dieser Etiketten ist, dass sie in einem normalen Bondrucker eingesetzt werden können, wie z.B. einen Bixolon SRP-350 oder einem Epson TM-T88 Re-Stick. Dadurch kann der Etikettendruck auch mit Geräten erfolgen, die normalerweise kein Etikettendruck unterstützen, zum Beispiel mit einem normalen Kassensystem. Die Bons sind wieder ablösbar und zwar auch so, dass keine Klebereste zurückbleiben. Es gibt diese selbstklebenden Thermorollen sowohl in 58mm Breite, als auch in 80mm Breits. Einen kleinen Nachteil haben die Rollen allerdings schon: Sie sind nicht ganz preiswert. Eine 58mm Rolle liegt bei rund 10 EUR netto, eine 80mm Rolle bei 13 EUR. Wenn die Rollen nicht günstiger werden, dürfte die Rollen es schwer haben. Bei einem Verbrauch von nur einer halben Rolle am Tag, belaufen sich die Kosten bereits auf 195 EUR pro Monat.

Olympia CM980F

Von Olympia gibt es in Kürze eine neue Kassenserie, die die Olympia CM650F bzw. Serd 650F ersetzen wird. Die neuen Kassen verfügen über 56 Artikeldirekttasten über die Artikel auf Knopfdruck erfasst werden können. Ferner sind Gruppentasten verfügbar, für den Fall, dass die Artikeldirekttasten nicht ausreichen. Eine einer Gruppe zugeordneter Artikel wird durch drücken der Gruppentaste im Bildschirm angezeigt und kann so ausgewählt werden. Es ist also nicht erforderlich die Artikelnummer zu kennen. Selbstverständlich hat die neue Olympia CM980F auch Funktionen wie Tische splitten, Tische umbuchen oder das Drucken eines Bewirtungsbeleges. Die Olympia CM980F Kasse kann bis zu 20.000 Artikel verwalten und wird mit einem Dallasschloß ausgeliefert. Hierbei handelt es sich um ein Magnetschloß. Die Schlüssel hierfür sind einzeln codiert und existieren nur ein einziges Mal. Die Bediener können sich durch schlichtes Auflegen des Schlüssels an der Kasse anmelden und ihre Bestellung erfassen. Durch Abziehen des Schlüssels wird der Kassiervorgang beendet und die Orderbons werden gedruckt.