Lohnt sich wer liefert was?

Wer liefert was bezeichnet sich selbst als Lieferantensuchmaschine, nein, eigentlich sogar als „die Lieferantensuchmaschine“.

Im Grunde ist es allerdings keine echte Suchmaschine sondern ein Verzeichnis mit Suchfunktion. Neue Webseiten werden von WLW nicht gecrawled. Das Verzeichnis von wlw ist mit etwa 830.000 Seiten im Googleindex vertreten. Echte Suchmaschinen schließen die Indexierung der eigenen Suchergebnisseiten aus.

Um bei Wer liefert was gelistet zu werden bedarf es einer Anmeldung. Es gibt derzeit auch eine kostenlose Variante, bei der man allerdings nur den Namen des Ansprechpartners und die Telefonnummer veröffentlichen kann. Einen Link zur eigenen Seite und die E-Mailadresse kann man ab dem Basiseintrag hinterlegen, den es ab EUR 48,– pro Monat. Die Links sind nicht mit nofollow gekennzeichnet.

Wer sich ein bisschen mit den Google Richtlininen auskennt, bei dem dürften spätestens jetzt die Alarmglocken läuten. Wenn ich jemandem Geld dafür gebe, dass er einen Backlink auf meine Webseite setzt, verkaufe ich demnach Links. Google findet das natürlich nicht so toll und hat diesem Problem sogar einen eigenen Artikel gewidmet.

Wer liefert was hat nach eigenen Angaben pro Jahr 22 Millionen Visits und 1,5 Millionen Entscheider suchen monatlich über wlw. Rechnen wir mal nach: 1,5 * 12 Monate = 18 Millionen.  Ich gehe mal davon aus, dass die Differenz die Mehrfachbesuche von Entscheidern sind.

Wenn ich mir jetzt überlege, dass die Abfrage site:wlw.de bei Google die oben bereits erwähnten 830.000 Seiten ausgibt, dann relativieren sich die Visits auch schon wieder. Teilen wir mal die 1,5 Millionen durch 830.000 erhalten wir einen Wert von 1,807. Im Durchschnitt wird also jede Webseite von wlw pro Monat von 1,807 unterschiedlichen Besuchern aufgerufen. Eine Seite von wlw enthält allerdings mehr als eine Firma. Die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich einen Kontakt über wlw zu generieren ist daher meiner Meinung nach sehr gering.

Man muss natürlich berücksichtigen, dass der o.g. Wert den Durchschnitt über alle Seiten angibt. Diese Gleichverteilung ist natürlich nicht realistisch, es gibt mit Sicherheit Seiten, die sehr viel häufiger aufgerufen werden, aber andersherum auch Seiten die noch sehr viel seltener aufgerufen werden.

Lohnt sich denn nun ein Eintrag bei wlw? Ich denke der kostenfreie Eintrag kann nicht schaden, ich denke allerdings schon, dass wlw die kostenfreien Einträge gerne in kostenpflichtige Umwandeln möchte, Kontaktaufnahme durch wlw halte ich daher für sehr wahrscheinlich. Von den kostenpflichtigen Angeboten würde ich im Moment abraten, da die Links nicht durch ein nofollow Attribut gekennzeichnet sind. In den Google Webmastertools gibt es zum Melden von gekauften Links extra ein eigenes Formular, was sollte also die Wettbewerber davon abhalten die unliebsame Konkurrenz anzuschwärzen.

Selbst wenn die Backlinks auf nofollow gesetzt würden halte ich einen Eintrag nur für sehr margenstarke Bereich für lohnend. Ein Eintrag kostet pro Jahr mindestens EUR 576,00. Aufgrund der sehr geringen Zahl an zu erwartenden Kontakten die für dieses Geld generiert werden, lohnt es sich aus meiner Sicht  nur, wenn die Kosten bereits nach dem ersten erfolgreichen Geschäft amortisiert sind.

Im Abakus Forum wurde bereits über den Sinn von wlw diskutiert, hierbei kommen auch zwei wlw Mitarbeiter zu Wort.

26 Gedanken zu „Lohnt sich wer liefert was?

  1. Grundsätzlich alles richtig, was Du hier schreibst. Allerdings sind kostenpflichtige Einträge in Verzeichnisse z.B. in der Tourismusbranche gang und gäbe. Google meint auch eher den typischen Linkverkauf, bzw. die Linkmiete. Wenn ich eine Unterseite, bzw. ein eigenes Profil von solchen Seiten bekomme, ist das doch ok. Fragt man sich nur, ist dieser Link wirklich 576 Euro „wert“ ? Wenn es nofollow wäre, sicherlich nicht!

  2. …ich habe dein Tooltipp leider immer noch nicht eingebaut…daher freut es mich natürlich, dass du hier schreibst.

    Naja, das kleine Paket unterscheidet sich in deren Übersicht in genau 2 Punkten von dem kostenlosen Eintrag, man darf seine E-Mail Adresse hinterlegen und kann seine Webseite verlinken. Wenn man das jetzt Spitz auf Knopf betrachten würde… Den Kunden kann es allerdings auch egal sein, ich denke das Schlimmste, was sie zu befürchten haben ist, dass der Link nicht gewertet wird.
    Aber das ist glaube ich auch nicht deren Verkaufsargument. Wenn ich die Posts der Mitarbeiter im Abakus Forum (Achtung ist echt lang) richtig verstanden habe, soll sich durch wlw die Zahl der hochwertigen Kundenkontakte erhöhen. Der Backlink fällt da nur nebenbei ab. Von der Sache her würde ich natürlich auch eher einen Anbieter auswählen, bei dem ich mich zunächst auf der Webseite informieren kann, insofern sehe ich da sogar einen Mehrwert, wie du schon sagst: Wie hoch ist der wohl?

  3. Hallo,

    wenn Sie als Werbe-Kunde im Jahr Anfagen und Aufträge über WLW bekommen, hat sich die Frage, ob sich die Investition gelohnt hat oft schon selbst beantwortet.

    Die kostenfreien Einträge sind umsonst – umsonst für den Kunden, kosten nix uns bringen nix.

    Vorteile ziehen nur die Werbekunden aus Wer liefert was?, alles andere ist „Beiwerk“.

  4. Ich finde Deine Ausführungen zu WLW schlichtweg falsch. Nur Theorie und „alles in einen Topf-Geschmeisse“. Wie kannst Du beurteilen, ob sich ein Eintrag bei WLW lohnt oder nicht, wenn Du gar keine Erfahrungen damit gesammelt hast? In manchen Branchen ist ein Eintrag Gold wert und in manchen Branchen ist ein Eintrag weniger erfolgsversprechend.

  5. @Joker: nichts anders steht in dem Artikel. Zumindest lohnt sich der Eintrag für wlw. Wer sagt denn, dass ich keine Erfahrungen mit wlw habe?

  6. Herr L****! Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen: Ihr Blog enthält kein Impressum, was rechtlich sehr bedenklich ist.

    Jetzt kommt ihrerseits wahrscheinich der Hinweis auf eine rein private Webseite, die nur ein kleines bisschen Werbung und Links auf „befreundete“ Unternehmen (natürlich der L**** GbR) enthält. Einziger Sinn dieses/Ihres Blogs ist es, Ihre eigenen Webseiten zu verlinken. Was sagt die Google-Allmacht denn dazu?

    Rechtlich völlig unbedenklich ist es, das WLW Links an Kunden verkauft. Wir leben immer noch in Deutschland und nicht im Google-Land. Die Gesetze hierzulande mach nun mal nicht wenn Google, auch wenn man das gerne möchte.

  7. Augen auf im Internet Verkehr: http://www.cashbooster.de/ueber/. Steht da schon, seit dem es diese Seite gibt.
    Bitte noch einmal den Artikel richtig lesen: WLW kann von mir aus soviele Geld für die Verlinkung nehmen, wie sie wollen, rechtlich ist das völlig in Ordnung. Es ist aber auch rechtlich einwandfrei, wenn Google Seiten abstraft, die Links kaufen.

  8. ..“rechtlich einwandfrei, wenn Google Seiten abstraft…“

    Google ist ein Unternehmen wie jedes andere auch, das „abstrafen“ unterliegt in Deutschland immer noch der Judikative.

    Den Link „über uns“ konnte man nicht finden, zumindest mit dem Internet Exploerer 8 und Firefox. Dafür gibt es nun aber ein Impressum…

    Mal eine andere Sache: Würden Sie es gut finden, in einem Blog zu lesen: Lohnt es sich, Kassenrollen über das Internet zu bestellen? Dann würden einige negative Pauschalierungen folgen die dem Leser den Eindruck vermitteln: Ich kaufe meine Rollen lieber bei einem Händler vor Ort! Würden Sie sich dann ärgern? Denken Sie einmal darüber nach.

  9. Noch eine Frage: Warum ****chen anstelle Ihres Namens? Den kann man doch nun im Impressum nachlesen.

    Sie sollten übrigens mal einen Anwalt fragen, wie ein Impressum auszusehen hat.

  10. Hm, selbst anonym bleiben, aber sich hier über Sternchen wundern. Um Ihnen das zu erklären fehlt mir einfach die Zeit, bei Interesse sollten Sie mal auf dieser Webseite in den Bereich Personensuchmaschinen klicken.

    Vergleichen Sie es mit einer Busfahrt: Wenn Sie dort völlig betrunken mitfahren wollen, kann es Ihnen auch passieren, dass der Busfahrer das ablehnt.
    Google gibt doch recht ausführlich bekannt, was Seitenbetreiber tun und lassen sollen, damit eine Seite auf Google erscheint. Google nimmt keine Seiten vom Netz oder ähnliches, es werden einfach die Seiten nicht mehr angezeigt, die sich nicht an die Regeln halten.

    Es steht Ihnen völlig frei sich über die Vor-/ und Nachteile des Kassenrollenvertriebs zu äußern, nennt sich Meinungsfreiheit. Von Pauschalierung kann hier auch gar keine Rede sein, es wurde mit den von wlw geworbenen Zahlen eine durchschnittliche Besucherzahl pro Monat ermittelt. Ich kann leider auch nichts dafür, dass dort ein so kleiner Wert herauskommt.

  11. wir haben auch unsere Erfahrungen mit WLW gemacht und sind zu dem Fazit gekommen das es sich für uns nicht lohnt!!
    Wir verkaufen allerdings auch hauptsächlich an Endverbraucher.

    zu Fritzchen
    bei Ihrer Empörung über die hier getroffenen Aussagen können Sie uns sicher noch ein Paar Infos zu WLW liefern

  12. hmm…

    nun ich muß sagen wir haben einen eintrag bei wlw und diesen schon seit 3 jahren … es hat sich bis heute keiner bei uns gemeldet der gesagt hat das er über wlw auf unsere website gestoßen ist.

    zum thema google … wenn mich google aus dem index haut bin ich fast 4 monate nicht mehr in den serps … wen interessiert da bitte noch ob die das dürfen ! ich verdiene 3 monate keine kohle da habe ich hinterher nichtmal mehr geld um nen anwalt zu beauftragen … soviel zum thema recht und recht bekommen …

  13. Wir haben in vielen Jahren sehr viel Geld an WLW bezahlt und sind nun dahinter gekommen, dass wir jahrelang so richtig über den Tisch gezogen wurden! Zufällig erfuhren wir, dass ein uns bekanntes Unternehmen für den gleichen Business-Eintrag noch nicht einmal die Hälfte bezahlt! Auf der Webseite haben wir dann die „offiziellen“ Preise von Wer liefert was? gefunden. Wer liefert was arbeitet scheinbar mit unterschiedlichen Preislisten!

  14. also ich finde WLW bringt nur denen etwas, die verkaufen möchten, d.h. man ist dort kostenlos oder auch kostenpflichtig gelistet und bekommt dadurch ständig Werbeanrufe oder sogar Werbeemails von Asien oder auch aus dem Ausland.
    Montags ist es ganz schlimm.
    Unsere Erfahrung, die uns 2.500,-€ gekostet hat, WLW bringt nicht nur nichts, sondern kostet uns noch extra Arbeit

  15. Wir wurden beworben, haben aber gleich zu Vertragsabschluss gesagt, dass wir den Vertrag ein Jahr lang testen möchten, und dann neu entscheiden. Nun habe ich um 10 Tage die dreimonatige kündigung verpasst und muss ein weiteres Jahr das Abo bezahlen. Wir finden das sehr sehr kleinlich, da der Firma keinerlei Kosten entstehen, da die Frist lediglich 10 Tage überschritten ist, und wie gesagt bei Vertragsabschluss gleich gesagt wurde, dass wir zuerst einmal ein Jahr testen möchten. Wir fühlen uns nicht gut beraten. Von daher empfehlen wir wlw nicht mehr.

  16. 15 Jahre Wer liefert was? Online

    Im Pressetext heisst es dazu: Die Folge: „…Die Visits bei Wer liefert was? verhundertfachen sich in nur drei Jahren auf jährlich über 2,5 Millionen (1998)“

    Heute (2010) hat WLW laut IVW-Online 1,8 Millionen Nutzer im Monat. Das verschwigt der Text. Im WWW haben sich die Nutzer vervielfacht, im Verhältnis dazu hinkt der Vergleich mit der Vervielfachung der Nutzerzahlen bei WLW!!!

  17. Es geht hier um eine der „marktführenden“ Lieferantensuchmaschinen im Internet. Was fällt in den Beiträgen auf? Hohe Kosten, risikoträchtige Backlinks und kaum messbare Erfolge. Wo bleiben die Erfolgsstorys? Oder gibt es keine? Gibt es „vermeintlich“ bessere Alternativen zu „WLW“.

  18. Danke für diesen Blog; das hat mir geholfen mich von einem selbst kostenlosen Eintrag in WLW wieder zu distanzieren; aber interessantes Konzept was da WLW hat um Geld zu machen… zumindest für WLW… 🙂 Leidtragende sind wohl nur die eingetragenen Firmen die mit Werbung und Spam überschwemmt werden…

  19. Ein Skandal ist, dass die Mitarbeiter von WLW mit verschiedenden Preislisten arbeiten!

    Ein Kunde zahlt 500 Euro, der nächste Kunde 2000 Euro für genau die gleiche Leistung.

    Erst wird die überhöhte Preisliste auf den Tisch gelegt und dann gibts einen saftigen Rabatt. Da Gier bekanntlicherweise Hirn frisst, unterschreiben dann viele den Vetrag, weil das „Angebot“ natürlich nur hier und jetzt gilt.

  20. Abgesehen von den Problemen mit Google, trifft dann nicht mal ein Bruchteil von dem ein was angeblich an Suchen pro Stichwort stattfindet – wenn man den Statistiken die da geliefert werden überhaupt mal traut. Auf Nachfrage sagte man wlw kann nix dafür wenn die Leute jetzt viel weniger suchen als früher.
    Habe negative Erfahrung damit gemacht, war rausgeworfenes Geld!

  21. Als ehemaliger AD-Mitarbeiter hatte ich Kunden, die haben über 10.000 Euro für lächerliche 100 Klicks im Jahr bezahlt!!! Sagen durfte man dem Kunden das nicht!!!

  22. Heute auch Besuch von WLW gehabt.

    Viel verpsrochen, große Zahlen, einen Testzugang für 4/8 Wochen hatten sie aber nicht im Gepäck.

    Bis dato war ich von einem Jahresbetrag von xx EUR ausgegangen, und überlegte schon, ob ich das will, dann erklärte man mir, das sei Monatlich.

    Als ich sagte, 12 Monate geht gar nicht, kühlte das Klima merklich ab.

    Für 145 EUR/Monat zzgl Steuern geh ich lieber 6x im Jahr ne Woche all inclusiv in Urlaub, oder stell noch nen 1/4 Mitarbeiter auf Teilzeit ein….

    In meinen Shop-Stats taucht WLW mit unserem kostenlosem Eintrag nicht mal auf. Wie sollen sich da bitteschön 1700 EUR im Jahr rechnen? Selbst mit einem Premium-Eintrag für 259 EUR auf 15+15 Kategorien stehe ich immer noch am Ende des Alphabets mit meinem Firmen-Namen. Das ist dann so gut wie 2. Seite.

    Gruß Manne

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