Online Reisebuchung – Verarschung mit System?
Heutzutage hat man als Alternative zum klassischen Reisebüro die Möglichkeit seinen Urlaub online zu buchen. Preisvergleichsportale wie Opodo oder travelscout24 etc. versprechen einen günstigen Preis für eine Reise zu finden. Wie ich jetzt leider feststellen musste sind die Portale genau dafür nicht zu gebrauchen.
Erstes Ärgernis Reisedaten: Dort wird das früheste An- und das späteste Abreisedatum, sowie die geplante Reisedauer abgefragt. Eigentlich eine nützlich Funktion, wenn sie denn im Ergebnis genaue Daten liefern würde. Tut sie leider nicht. Es werden auch, teilweise nur, Reisen angezeigt, die ein paar Tage vor oder ein paar Tage nach den eingegeben Daten liegen. Das die angegebene Reisedauer von 1 Woche auch Reisen anzeigt, die dann nur 4 oder 5 Tage dauern, erschwert die Suche zusätzlich.
Hat man dann das für sich passende Angebot gefunden wird zunächst der Preis pro Person angezeigt. Beispiel Travelsccout24.de: Preis pro Person 387 EUR. Wird die Reise dann beim Veranstalter angefragt, kostet die Reise für 2 Erwachsene und 2 Kinder plötzlich EUR 2.774 EUR, pro Person also EUR 693,50 anstatt der angekündigten 387 EUR, also nahezu 80% mehr. Das ganze hat durchaus Methode, bei keiner von mir bei Travelscout24 abgefragten Reise stimmte der zunächst angezeigte Preis mit den anschließend beim Veranstalter angefraten Preis auch nur annähernd überein. Bei Opodo, ab-in-den-urlaub und einigen anderen genau das Gleiche, sobald der Veranstalter angefragt wird, beginnt binnen Sekunden eine massive Inflation.
Zugegeben, die Vergleichsportale schreiben vor allen Preisen das kleine Wörtchen ab … EUR, vermutlich um hier kein wettbewerbsrechtliches Problem zu bekommen, aber wenn ich ein Preisvergleichsportal für Reisen aufrufe, ist doch ein ganz entscheidendes Kriterium der Reisepreis und wer der nicht einmal annähernd stimmt ist eine solche Plattform schlichtweg unbrauchbar.
Eigentlich wollte ich meine Reisebuchung schon frustriert aufgeben und in ein Reisebüro gehen, bis mir L’Tur einfiel und ich quasi dort den letzten Versuch startete. Erste Überraschung: man kann dort die exakte Reisedauer angeben und es werden auch Reisen mit dieser Dauer angezeigt. Die nächste Überraschung gab es dann bei den Preisen, anstatt teurer wurden die Reisen bei der Anfrage an den Veranstalter billiger. Aus einem Reisepreis pro Person von 600 EUR werden für 4 Personen nur 1.674 EUR. Der Grund ist ganz einfach, der angezeigte Preis pro Person enthält noch keine Kinderermäßigungen. Klasse Plattform, daherr ein Backlink von mir.
Kuriose Bilanzen
Ich bin gerade auf ein IT Fachhändler gestoßen, der nach meinen Informationen mit sehr geringen Margen arbeiten soll. Da ich die Einkaufskonditionen nicht genau kenne, kann ich darüber natürlich nichts sagen, dass er aber durchaus eine höhere Marge nötig hat, zeigt ein Blick in die Bilanz. Es handelt sich um eine GmbH, die Bilanzen können unter unternehmensregister.de öffentlich eingesehen werden.
Die erste Kuriosität findet sich in der Position Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände. Dort wird ein negativer(!) Wert von 324.107,40 ausgewiesen. Eine negative Forderung ist schlichtweg eine Verbindlichkeit. Ein Blick auf die Zahlungsbedingungen des Händlers verrät, dass dort nur Behörden und öffentliche Einrichtungen per Rechnung beliefert werden. Alle anderen Kunden bezahlen im Voraus. Der negative Wert sind offenbar im wesentlichen die Verbindlichkeiten (Ware muss noch geliefert werden) aus erhaltenen Anzahlungen, also Kundengelder für bestellte Ware.
Auf der Passivseite steht im Bereich des Eigenkapitals ein nicht gedeckter Fehlbetrag von 17.564,04, dass heißt es liegt eine Überschuldung im Sinne des §19 InsO vor. Aus Fortführungsgesichtspunkten könnte man für das Jahr 2008 eine positive Geschäftsentwicklung annehmen, wird doch ein Jahresüberschuß von 49.407 EUR ausgewiesen. Allerdings wurde im Jahr 2008 auch eine Rückstellung in Höhe von etwa 100.000 EUR aufgelöst, (Pensionsrückstellung eines Geschäftsführers) so dass hier von einer Gewinnerhöhung in ähnlicher Höhe auszugehen ist. Quasi eine Luftbuchung, ohne die für das Jahr 2008 ein Verlust auszuweisen wäre.
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Google Hintergrundbilder nerven
Seit heute blendet Google abwechselnde Hintergrundbilder ein. Bisher sind das zwar durchweg interessante Motive, allerdings empfinde ich sie bei der Suche schlichtweg als störend. Bei Bing sind die Hintergrundbilder nicht ganz so störend, da sie nicht bildschirmfüllend dargestellt werden.
Offenbar bin ich da mit meiner Meinung nicht alleine. Ich kann mir vorstellen, dass dadurch nicht unbedingt Marktanteile hinzugewonnen werden.
Kleiner Nachtrag: Google blendet die Hintergrundbilder nur heute ein, ab morgen ist der Hintergrund wieder weiß.
Möpse schnarchen
Möpse sind im Grunde wie wir. Wenn sie müde sind machen Sie es sich bequem, das kann dann gerne mal ein Bücherregal sein. Und wenn man den Ton etwas lauter stellt, kann man auch hören, was ich machen, wenn ich auf dem Rücken liege.
Notebook-Zubehör günstig bestellen
Ich habe gerade in einem Blog gelesen, dass ein Artikelverzeichnis mit dem Begriff Notebook-Zubehör günstig bestellen ganz toll in den Suchergebnissen bei Google aufzufinden sein soll. Und das bei 4,27 Millionen Suchergebnissen. Hätte sich der Schreiber die Mühe gemacht auch mal bis zum Ende, nämlich bis auf Seite 20 zu blättern, wäre ihm sicher aufgefallen, dass es tatsächlich nur 196 Ergebnisse sind. Abgesehen davon: Was hat der Shopbetreiber davon, wenn ein Verzeichnis gut rankt. Als Landingpage ist das eher suboptimal.
Kleiner Nachtrag, sind ja inzwischen 2 Minuten vergangen: 
Ich glaube der Kollege ist einen Platz nach unten gerutscht.
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