Preisparität bei Amazon, ein Segen

Seit 1.Mai gilt bei Amazon die so genannte Preisparität. Dass heißt Händler die Artikel bei Amazon verkaufen, dürfen den gleichen Artikel auf keinem anderen Marktplatz zu einem günstigeren Preis anbieten. Mittlerweile ist Amazon für viele Händler zu einer wichtigen Verkaufsplattform herangewachsen, so dass ein Rückzug von dieser Plattform zu erheblichen Umsatzeinbußen führen würde.

Daher bleibt häufig nur die Möglichkeit die Amazon Preise nach unten anzupassen oder die Ebay, Yatego und Shoppreise nach oben zu korrigieren. Ich vermute, dass beides der Fall sein wird, die Amazon Preise gehen ein bisschen runter und die sonstigen Angebot ziehen ein bisschen im Preis an. Manche Händler ignorieren die Preisparität hingegen völlig und hoffen, dass Amazon es nicht merkt. Hier sollte Amazon auf jeden Fall noch etwas anchjustieren und ein Petzformular anbieten.

Die Preisparität wird sich für den Onlinehandel auf jeden Fall positiv auswirken, da den nicht Amazon Händlern nun mindestens noch ein Rohgewinn in Höhe der Amazon Verkaufsprovision bleibt. Diese liegt zwischen 7- und 15% bezogen auf den Bruttoverkaufspreis, was einer tatsächlichen Gebühr zwischen 8,33% und 17,85% bezogen auf den Nettopreis entspricht. Das es nicht wesentlich mehr wird und die Händler bereits mit Minimargen zufrieden sind, kann sich jeder selbst für seinen Produktbereich nachrechnen. Im Bereich Kassen (einem besonders beratungsintensiven Produkt)  habe ich bei einigen Amazon Händlern Rohgewinne von gerade einmal 5 EUR ermittelt. Unsere Konsequenz: Kein Support mehr ohne Nennung der Kundennummer.