Hannover 96 – Umsatzvernichter Kartensystem
Bei einem Besuch im Stadion von Hannover 96 ist es dem Besucher nicht möglich mit Bargeld zu bezahlen. Vor einigen Jahren wurde hier nämlich ein Kartensystem eingeführt. Das System hierzu stammt von OPC.
Ob sich Hannover 96 mit diesem System einen Gefallen getan hat wage ich stark zu bezweifeln. In der Praxis muss sich der Stadionbesucher zunächst eine Karte gegen Pfand besorgen und diese aufladen (1. Mal Schlange stehen). Dann kann er sich mit der Karte etwas zu Essen kaufen (2.Mal Schlange stehen). Getränke gibt es hier leider nicht, die gibt es nur am Getränkestand. Der ist zwar meistens direkt daneben, man muss sich allerdings trotzdem noch einmal anstellen (3. Mal Schlange stehen). Bei den Getränken ist zusätzlich ein Pfand zu entrichten, so dass man möglichst zusehen sollte sein Guthaben nicht zu knapp zu bemessen, sonst muss man sich noch einmal zum Aufladen der Karte anstellen. Sobald das Bier ausgetrunken ist steht man ein 4.Mal an um das Pfand für sein Getränk gutgeschrieben zu bekommen. Um sein noch vorhandenes Guthaben auf der Stadionkarte wieder ausbezahlt zu bekommen steht man ein 5.Mal an.
Für eine Bratwurst und ein Bier muss man bei Hannover 96 im Stadion tatsächlich 5 mal anstehen. Mich persönlich (und sicher auch viele andere Stadionbesucher) hält das vom Verzehr im Stadion ab. Da esse und trinke ich lieber nichts. Vielleicht sollte der Verein mal für ein paar Spieltage einen Bier und Würtschenstand mit echtem Geld betreiben. Es würde mich stark wundern, wenn an diesem Stand der Umsatz nicht deutlich nach oben gehen würde.
Stefan Schumacher – er hat wohl doch
Der Radfahrer Stefan Schumacher gerät immer mehr in Verdacht gedopt zu haben. Bei einem Nachtest einer Probe der letztjährigen Tour de France wurde die Verwendung des Dopingmittels CERA in der A-Probe nachgewiesen. Die B-Probe wurde bisher nicht geöffnet. Stefan Schumacher wurde vom Weltverband UCI für 2 Jahre gesperrt. Stefan Schumacher beteuerte seine Unschuld und gab Verunreinigungen als Auslöser für die positive Probe an.
Jetzt wurde er bei einer Nachuntersuchung von Proben die während der Olympischen Spiele in Peking genommen wurden ebenfalls positiv getestet.
Zufälle gibt es. Gut, den Radfahrern glaubt mittlerweile sowieso keiner mehr, dass die nur mit Isostar über die Berge kommen. Aber eigentlich hätte man es doch schon vorher merken müssen, weiß man doch schon seit den Zeiten von Marco Pantani dass Doping für den Haarwuchs nicht besonders förderlich ist:-)
Türkeiurlaub vorbei, Wetter war gut
Ich bin letzte Woche seit etwa 10 Jahren mal wieder in der Türkei in Alanya gewesen. Eigentlich fiel die Entscheidung nur für die Türkei, weil es dort jetzt schon schön warm ist und die Reisepreise sehr attraktiv waren. Von einer Woche Urlaub hatten wir 2 Tage Regen, der Rest war absolut badetauglich.
Was mich von der Türkei als Reiseziel in den letzten Jahren abgehalten hat, ist die enorme Hitze in der Hochsaison und die türkische Mentalität beim anbieten von Waren und Dienstleistungen. Und da hat sich in den letzten 10 Jahren offenbar nicht viel verändert, was die Urlaubsfreuden doch sehr trübt. Es ist nicht möglich irgendwo langzugehen ohne ständig von irgenwelchen halbwüchsigen Hosenverkäufern und aggressiv “werbenden” Dönerbratern angesprochen zu werden. Da wird von weitem gerufen, geklatscht und gepfiffen und bei kürzeren Distanzen gern auch mal einfach in den Weg gestellt. Leute, Leute, das nervt extrem, zwar stets freundlich aber einfach nur unangenehm. Mein Sohn und ich hatten auf dem Weg ins Zentrum immer schon eine kleine Wette laufen, wie oft wir angesprochen werden.
Markenrechte scheint man in der Türkei nicht zu kennen. Gefälschte Produkte werden in Massen zum Verkauf angeboten. Ich denke den typischen Türkeiurlauber erkennt man im Moment am Ed Hardy T-Shirt. Vor 10 Jahren konnte man diesen noch an seinem Hugo Boss Sweat-Shirt identifizieren, dass hat sich bei mir so eingeprägt, dass ich noch heute bei den Klitschkos denke die hätten ihre Buchsen auf einem Basar in Istanbul gekauft.
Im Vergleich zu Italien, Spanien oder Griechenland hinkt die Türkei als Urlaubsregion doch noch deutlich hinterher. Abseits der Bettenburgen zeigt sich dann oft ein wirklich hässliches Gesicht aus Bauruinen, Bretterbuden und Müll. Besonders deutlich wird das in der Umgebung des ClubAli Bey in der nähe von Manavgat. Ein absolutes Tophaus, mit großer Poolanlage, mehreren Rutschen, gefühlten 178 Tennisplätzen und und und…und direkt dahinter sah es aus wie in Tschteschenien nach dem Bürgerkrieg mit ein paar neugebauten “Shoppingcentern” drin.
Nicht dass das jetzt falsch rüberkommt, es gibt auch wirklich viele, viele schöne Ecken dort, das Wetter war auch meistens schön, man konnte im Meer und im Pool baden, wo geht das denn schon im April, aber auch die Türkei steht im Wettbewerb zu anderen Urlaubsregionen und hier profitiert die Türkei meiner Meinung nach in erster Linie von den Preisen.
Beleidigte Leberwurst
Vor 2 Wochen hat eine Firma deren Namen ich zuvor noch nie gehört hatte telefonisch nach einem Touch Monitor angefragt. Nach der Frage, ob der lieferbar sei wollte man dann gleich bestellen. Die Bestellung kam dann per Telefax rein, ingesamt 6 Seiten. Zum einen wurde der Preis für den Monitor um fast 100 EUR niedriger bestellt, als das Gerät bei uns angeboten wird, zum anderen waren an der Bestellung noch 4 Seiten sehr klein geschriebene Allgemeine Einkaufs- und Lieferbedingungen, die ich akzepieren sollte. Da mir die Bedingungen zu einseitig formuliert waren (der Preis war sicherlich nur ein Irrtum) habe ich zurückgeschrieben, dass wir Lieferungen nur zu unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen ausführen und den Auftrag in der Form nicht annehmen. Für mich war die Sache damit erledigt.
Heute kam dann doch überaschenderweise noch ein Anruf dieser Firma, mit der Frage wo der Monitor denn nun bleibe. Auf meine Erwiderung, dass der Preis nicht stimme wurde erwidert, dass man das zur Kenntnis genommen habe. Da habe ich noch schnell und (ich schwöre) wirklich freundlich nachgeschoben, dass wir die Lieferbedingungen nicht akzeptieren. Das war sie offenbar nicht gewohnt, den plötzlich war sie da, die beleidigte Leberwurst. Alle Lieferanten würden die Bedingungen annehmen und wenn wir kein Geld verdienen und auch auf Folgegeschäfte verzichten wollen, dann müsse sie eben woanders bestellen, auf wiederhören und rumms aufgelegt.
Liebe Frau M. aus dem Schwabenland, falls Sie das hier lesen: Wenn man sich nicht einigen kann, kommt man eben nicht zusammen. Das passiert täglich millionenfach und ist kein Grund seine Umgangsformen zu vergessen. Keep smiling.
Einnahmen werden nach Malawi gespendet
Heute wurden von Google Werbeeinnahmen in Höhe von EUR 109,01 auf meinem Konto gutgeschrieben. Das Geld gibt es dafür, dass einige Leser hier auf die Werbeeinblendungen klicken. Ich hatte vor ein paar Tagen bereits geschrieben, dass ich die Einnahmen (und auch die zukünftigen Einnahmen) aus dem Google Adsense Programm komplett spenden werde.
Grundsätzlich war sehr schnell klar, dass das Geld nach Malawi, dem derzeit ärmste Land der Welt fließen soll. In Malawi beträgt das pro Kopf Einkommen etwa 180 Dollar, nicht pro Monat, sondern pro Jahr. Die Lebenserwartung beträgt dort lediglich 46 Jahre, die Säuglingssterblichkeit ist hoch und etwa 12% der erwachsenen Bevölerung ist HIV positiv.
Ich habe mich daher für die Unterstützung des Fördervereins Chipunga e.V. entschieden:
Die Chipunga Farm liegt im Norden von Malawi, einem kleinen Land im Südosten Afrikas. Angebaut werden hauptsächlich Kaffee und Makadamianüsse. Der Leiter der 400 Hektar großen Farm, Bernhard Schwarz aus dem schwäbischen Dorf Heimerdingen, beschäftigt zur Zeit 26 Mitarbeiter, die mit ihren Familien in den farmeigenen Wohnhäusern wohnen. Die Farm ist größter Arbeitgeber in der strukturarmen Region. Als “Bwana” trägt Bernhard eine große Verantwortung gegenüber seinen Arbeitern. Hilfe ist täglich an allen Ecken und Enden von Nöten. Ein Engagement, das für ihn jedoch aus zeitlichen, vor allem aber aus finanziellen Gründen nur begrenzt möglich ist. Daher haben wir beschlossen, einen Förderverein zu gründen und ihn Förderverein Chipunga genannt.
Ich denke hier kommt das Geld direkt dort an, wo es gebraucht wird.
Private Krankenversicherung – ein Erfahrungsbericht
Seit ein paar Jahren bin ich nun in einer privaten Krankenversicherung. Letztlich stand ich vor der Wahl, entweder als freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben oder eben in die private Versicherung zu wechseln.
Für die private Versicherung sprachen die besseren Leistungen bei einem geringeren Beitrag, der im Gegensatz zur GKV (gesetzliche Krankenversicherung) unabhängig vom Einkommen erhoben wird. Ich habe mich dann für die Hanse Merkur als Versicherer entschieden. Leider litt ich unter Heuschnupfen, so dass im Rahmen einer Gesundheitsprüfung ein Risikozuschlag hinzukam. Beim Heuschnupfen bin ich zwar seit Jahren beschwerdefrei, der Zuschlag bleibt jedoch.
Die vertraglichen vereinbarten Leistungen wurden von meiner Krankenversicherung bisher immer sofort erbracht. Beitragserhöhungen hat es zwischenzeitlich auch ergeben, diese hielten sich jedoch in Grenzen.
Die häufig genannte bevorzugte Behandlung als Privatpatient kann ich nur bestätigen. Man bekommt schneller Termine (auch im Krankenhaus) und wird großzügig mit Medikamenten versorgt. Gerecht finde ich das sicherlich nicht, gewehrt habe ich mich allerdings auch nicht dagegen. Bei der Versorgung hat man bei dem einen oder anderen Arzt das Gefühl sogar etwas überversorgt zu werden. Man könnte denken, dass die schlechte Bezahlung für die Tätigkeiten an gesetzlich Versicherten durch unnötige zusätzliche Untersuchungen bei den Privatpatienten wieder ausgeglichen werden soll. Kann ich zwar schon nachvollziehen, Ärzte sind eben auch Unternehmer, allerdings wünsche ich mir von meiner Krankenversicherung auch eine Beitragsstabilität.
Stichwort Beitragsstabilität: Eine Bekannte hat bei der Inter Krankenversicherung im Jahr 2005 mit einem Beitrag von 350 EUR angefangen, durch jährliche Erhöhungen ist sie mittlerweile bei 510 EUR pro Monat, das sind 11,43% pro Jahr. Das spricht für einen schlecht kalkuierten Tarif. Da solche Erhöhungen bis zum Rentenalter eigentlich gar nicht darstellbar sind, wechselt sie jetzt zu einer Gesellschaft mit einer stabilen Beitragshistorie. Bei einigen guten Tarifen liegen die Erhöhungen sogar unter der Inflationsrate innerhalb eines Zeitraums von 10 Jahren, so dass die Beiträge sogar inflationsbereinigt von Jahr zu Jahr geringer werden.
Einige Krankenversicherer schließen gelegentlich ihre Tarife, was bedeutet, dass keine neuen jungen, gesunden Beitragszahler mehr hinzukommen und der Tarif dadurch immer teurer wird. Nach einem Bericht des Focus hat z.B. die Allianz so verfahren. In einem solchen Fall kann man in einen anderen Tarif der Gesellschaft wechseln.
Leider ist der Markt der privaten Krankenversicherungen mit der Vielzahl an unterschiedlichen Tarifen so undurchsichtig, dass man ohne Expertenhilfe eigentlich keine richtige Entscheidung treffen kann. Die Vermittlung von privaten Krankenversicherungen ist ein sehr lukratives Geschäft. Das Problem: Die so genannten Experten werden von den Versicherungen für die Vermittlung bezahlt, insbesondere die Ausschließlichkeitsvertreter, also diejenigen, die nur für eine Gesellschaft arbeiten können Ihnen nur die Produkte der eigenen Gesellschaft anbieten. Am besten ist es sich einen Versicherungsberater zu suchen. Dieser bekommt von Ihnen direkt ein vereinbartes Honorar, so kann er Ihnen z.B. auch einen günstigen Direktversicherer empfehlen, der vielleicht gar keine Vermittlungsprovisionen an Makler zahlt.
Bei einem Makler kann man schwer einschätzen, mit wie vielen Versicherern dieser zusammenarbeitet, sind das nur ein paar wenige, so kann es sein, dass der für Sie günstigste Tarif nicht dabei ist.
Fernwartung kostenlos oder gegen Entgelt mit CrossLoop
Wer als Fachmann auf einem Gebiet zählt wird gerne mal um Rat gefragt. Bei Problemen mit dem Computer oder einer Software ist es aber häufig sehr schwer das Problem selbst oder aber die Lösung am Telefon in Worte zu fassen. Oft bleibt dann als Lösung entweder das Ganze vor Ort in Augenschein zu nehmen oder eine Fernwartungssoftware zu benutzen.
Ich möchte hier eine kostenlose Fernwartungssoftware vorstellen, mit der man sich bei Bedarf noch ein paar Euro dazuverdienen kann. Gemeint ist die Software Crossloop.
Die Software wird einfach auf die beiden zu verbindenden PC installiert. Der Inhaber des PCs, auf dem der Fernzugriff erfolgen soll gibt dann einen Zugangscode per Telefon an der anderen weiter, so dass der Zugriff freigeschaltet ist. Der Zugangscode ist bei jedem Start ein anderer, so dass man sich nicht unbemerkt auf einen anderen Computer aufschalten kann.
Die echten Experten haben bei dieser Software noch die Möglichkeit ein Konto bei Crossloop anzulegen und ihr Wissen gegen Entgelt anzubieten. Auf der zu dem Konto gehörenden Profilseite kann ein Stundensatz für die Hilfe hinterlegt werden. Ferner kann man auf die Hilfsmöglichkeit durch die Einbindung von Bannern aufmerksam machen, z.B. so:
Um Firewalls etc. muss man sich bei dieser Software nicht kümmern und auch die kommerzielle Nutzung ist im Gegensatz zum Teamviewer kostenlos.
Geld verdienen mit dem eigenen Blog, ein Erfahrungsbericht
Nachdem ich irgendwann im Januar 2009 angefangen habe auf diesem Blog Google Adsense Werbung zu schalten, werde ich hier auch gerne einmal über die Einnahmenseite berichten.
Dieses Blog existiert seit August 2008, insgesamt ist dies der 51. Blogeintrag. Eigentlich habe ich das Blog aufgesetzt, um mich mit dem Thema etwas mehr zu beschäftigen und um den einen oder anderen Link der auf der rechten Seite unter Freunde zu sehen ist etwas mehr “Gewicht” zu verleihen. Alle diese Links weisen tatsächlich auf Seiten von Bekannten oder meine eigenen Seiten, hierfür fließt kein Geld. Ebenfalls erhalte ich kein Geld für das Schreiben irgendwelcher Artikel. Auf die eingeblendete Werbung von Google habe ich selbst nicht ein einziges mal geklickt, insofern sind die nun veröffentlichten Einnahmen abolut echt.

Leider muss ich das ganze in meiner Steuererklärung angeben, so dass sich der Netto zur Verfügung stehende Betrag noch reduziert. Das ist natürlich keine weltbewegende Summe, ich bin dennoch etwas erstaunt, dass da doch ein bisschen was zusammen gekommen ist. Stichwort weltbewegende Summe: in Malawi z.B. beträgt das pro Kopf Einkommen etwa 180 $. Gemeint ist hier nicht pro Monat, sondern pro Jahr. Aus diesem Grund wird das Google Geld auch nicht angerührt, sondern gespendet. Hierzu in Kürze mehr.
Outlook und Dateien synchronisieren, genialer Softwaretipp
In einer Fachzeitschrift habe ich gerade über eine Software gelesen, die für gleiche Datenstände auf allen PCs sorgen kann. Wer kennt das nicht, man hat gerade noch einen Datei auf dem PC im Büo erstellt und möchte diese nun auch unterwegs oder zu Hause noch bearbeiten. Früher gab es für so etwas den Windows Aktenkoffer oder man musste eine Serverlösung nutzen. Die Software syncing.net macht das ganze vollautomatisch über das Internet. Man kann natürlich auch mit Freunden Fotos oder Musik austauschen, hierzu müssen diese sich ebenfalls die Software installieren. Zusätzlich können die Daten von Outlook synchronisiert werden, z.B. E-Mail, Kontakte, Termine… Der Preis liegt bei EUR 99,90 für die Home Edition mit der sich 3 PCs synchronisieren können, für Firmen liegt der Preis zwischen EUR 39,90 und EUR 79,90.
Die Software kann 30 Tage kostenlos getestet werden.
Erfahrungen mit Kaffeepadmaschinen
Um gleich vorweg zu nehmen, mittlerweile stehen die von mir erworbenen Kaffeepadmaschinen alle im Keller. Nur bei einem Gerät lag das nicht an der Qualität des damit produzierten Kaffees.
Ich trinke meine Kaffee am liebsten schwarz, was den Nachteil hat, dass ein schlechter Kaffee auch genau so schmeckt. Diejenigen die ihren Kaffee mit Milch oder gar mit Milch und Zucker trinken haben vermutlich nicht ganz so hohe Anforderungen an den Kaffee.
Hier nun die einzelnen Geräte:
Philips Senseo
Quasi der Erfinder des Kaffeepads. Die Senseo Maschine ist recht einfach zu bedienen, Kaffeepad rein, warten bis das Wasser heiß ist und anschließend das Knöpfchen drücken. Der Kaffee von Douwe & Egberts ist geschmacklich gerade noch akzeptabel, dafür aber schlichtweg überteuert. Für 2 Päcken (36 kleine Tassen) dieser Sorte bekommt man ein Pfund Beste Bohne von Tchibo, welches für sehr viel mehr Tassen reicht. Mittlerweile gibt es die Kaffeepads auch von anderen Herstellern, ausprobiert wurden die Pads von Aldi, Jacobs und Tchibo, wobei die beiden erst genannten meiner Meinung nach einfach nur unterirdisch schmecken, die Tchibo Pads (Crema) hatten zwar Geschmack, aber das Mischungsverhältnis stimmt einfach nicht. Wer sein Leute mit Herzproblemen im Haus hat, sollte unbedingt nur ein Pad einlegen und die Taste für 2 Tassen drücken. Selbst mir war der Kaffee beim Drücken der Taste für einen Kaffee zu bitter, so dass ich noch etwa ein halbe Tasse manuell habe reinlaufen lassen. Das kann aber nicht Sinn der Sache sein und nervt auf Dauer. Kakaopads, Kakao/Kaffeepads, Espresso oder gar Cappuccinopads sind bei diesem System eher etwas für Masochisten. Da sollte man lieber zu Instandlösungen greifen, das ist billiger und schmeckt sogar besser, was schon etwas heißen will.
Tassimo
Zu diesem System mache ich es kurz und schmerzlos: Ich habe nur eine einzige Sorte gefunden, die den Begriff Kaffee auch tatsächlich verdient hat, die Sorte Carte Noire Petit Déjeuner, die es allerdings nicht im Handel sondern nur im Onlineshop von Tassimo gibt. Eine der schlimmsten Kaffeeerfahrungen hatte ich mit der Starbucks House Blend, schlimmer gehts nimmer. Der Kaffee schmeckt dermaßen säuerlich und holzig, dass ich ihn für ungenießbar halte. Die im normalen Einzelhandel erhältlichen Sorten sind zwar geschmaklich besser als Starbucks House Blend, aber meiner Meinung nach eher Muckefuck. Wirklich gut ist der Kakao von Suchard, die Milka Sorte fällt im Vergleich hierzu stark ab.
Es gibt noch Mischungen wie Latte Macchiato und Cappuccino, die auf jeden Fall besser sind als die Sachen aus den Senseo Mischungen, aber dennoch aufgrund des recht künstlichen Geschmacks, was meiner Meinung nach mit der verwendeten Milch zusammenhängt von einem entsprechenden Getränk beim Italiener meilenweit entfernt sind.
Bei diesem System ist jede Disc aus Plastik, die oben mit Metallfolie verschlossen ist. Aus ökologischer Sicht halte ich das für bedenklich.
Nespresso
Das Nespresso Gerät überzeugt. Die Kaffees sind durch die Reihe weg als sehr gut zu bezeichnen und stehen beim Vergleich mit dem entsprechenden Getränk beim Italiener in nichts nach. In einem Test mit diversen Kaffeevollautomaten den ich kürzlich gelesen habe, ließ das geteste Nespresso Gerät die zum Vergleich herangezogenen Kaffeevollautomaten hinter sich. Kann ich mir gut vorstellen, denn geschmaklich habe ich noch nichts besseres getrunken. Zur Erzeugung von Milchschaum gibt es als Zubehör einen speziellen Behälter, der das ganze vollautomatisch macht, einige Geräte haben die Möglichkeit zur Schaumerzeigung bereits eingebaut.
Ein riesige Nachteil an diesem System: Die Kaffeekapseln kann man ausschließlich über das Internet bestellen. Mal eben im Supermarkt vorbeifahren und Kapseln besorgen gibt es bei diesem System nicht. Das war mir leider beim Kauf nicht bewusst. Der Hersteller erzielt dadurch eine noch höhere Marge, da der Einzelhandel so nicht mitverdient, mir ist dass allerdings zu umständlich. Es dauert auch immer ein paar Tage bis die Bestellung eintrifft.
Bei diesem System ist jede Kapsel aus Metall, die oben mit Metallfolie verschlossen ist. Aus ökologischer Sicht halte ich auch das für bedenklich.
Kosten
Wenn man mal die Anschaffungskosten der jeweiligen Geräte außen vor lässt und nur den Kaffeepreis für einige Sorten auf den Preis für ein Pfund Kaffee (500g) hoch rechnet, wird erst deutlich, dass das Padgeschäft für den Hersteller recht lohnenswert sein muss:
- 500g Beste Bohne, zur Zeit 4,99 EUR, sonst 5,99 EUR
- Douwe & Egberts klassisch, 125g Inhalt, EUR 2,49, hochgerechnet auf 500g Kaffee EUR 9,96
- Tassimo T-Disc, Jacobs Krönung, 112g Inhalt EUR 3,99. Hochgerechnet auf 500g Kaffee EUR 17,81
- Nespresso gibt leider auf der Webseite keine Kaffeemenge an, sondern nur den Kapselpreis, der zwischen 0,33 EUR und 0,35 EUR liegt. Für den Preis von einem Pfund beste Bohne kann ich bei Nespresso im günstigsten Fall 18 Tassen Kaffee trinken.
Fazit
Wenn Kaffee zu solch hohen Preisen angeboten wird, dann muss er schon richtig gut sein. Außer beim Nespresso System sind die Preise für den Kaffee bei keinem System gerechtfertigt. Der Nachteil beim Nespresso System ist der recht hohe Preis pro Tasse und die fehlende Verfügbarkeit im Einzelhandel.
Wie eingangs beschrieben werden mittlerweile alle drei Systeme nicht mehr eingesetzt, wir sind auf Bodum + Beste Bohne umgestiegen. Mein Tipp für den perfekten Kaffeegenuß: Den Kaffee immer nur in ganzen Bohnen kaufen und erst kurz vor der Zubereitung mahlen.
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