Notebook-Zubehör günstig bestellen
Ich habe gerade in einem Blog gelesen, dass ein Artikelverzeichnis mit dem Begriff Notebook-Zubehör günstig bestellen ganz toll in den Suchergebnissen bei Google aufzufinden sein soll. Und das bei 4,27 Millionen Suchergebnissen. Hätte sich der Schreiber die Mühe gemacht auch mal bis zum Ende, nämlich bis auf Seite 20 zu blättern, wäre ihm sicher aufgefallen, dass es tatsächlich nur 196 Ergebnisse sind. Abgesehen davon: Was hat der Shopbetreiber davon, wenn ein Verzeichnis gut rankt. Als Landingpage ist das eher suboptimal.
Kleiner Nachtrag, sind ja inzwischen 2 Minuten vergangen: 
Ich glaube der Kollege ist einen Platz nach unten gerutscht.
Linkbait durch Scientology Abmahnung
Ist hier eigentlich jemand der Bücher oder DVDs vertreibt? Mit einer Abmahnung des Scientology Buchladens dürfte sich durchaus eine rege Aufmerksamkeit erzeugen lassen. Dort ist weder zu sehen ob die Umsatzsteuer in den Preisen enthalten ist und auch die Versandkosten sind nicht in Produktnähe angebracht. Ich habe zwar keinen Bestellvorgang abgeschlossen, ich bin mir aber sicher im weiteren Bestellprozeß auch keine Widerufsbelehrung zu finden. Auch das Impressum enthält weder eine Steuernummer noch den Namen der vertretungsberechtigen Person. Also Feuer frei…
Tipps die die Welt nicht braucht
Im Internet World Business Newsletter wird ja gerne mal Inhalte der Printausgabe aufgewärmt. So auch im heutigen Newsletter, es geht um die Erhebung der Telefonnummer bei einer Onlinebestellung.
Ulrich Hafenbradl von Trusted Shop warnt aus zweierlei Gründen davor unnötig die Telefonnummer zu erheben und diese zum Pflichtfeld bei einer Onlinebestellung zu machen. Zum einen sei die Kaufabbruchquote höher da zahlreiche Käufer den Bestellprozeß mangels Seriosität des Anbieters abbrechen. Ein Beleg für die Behauptung bleibt er jedoch schuldig, vielleicht ist es ja nur sein Bauchgefühl. Unseriös ist die Frage nach der Telefonnummer ganz und gar nicht, schließlich kann sich noch die eine oder andere Rückfrage zur Bestellung ergeben.
Zum anderen könne ein Verstoß gegen die Datenvemeidung nach §3a BDSG vorliegen. In einem ihm bekannten Fall hat der Händler die Telefonnummern auf die Paketaufkleber gedruckt. Ein Paket wurde beim Nachbarn abgegeben, der den eigentlichen Empfänger wiederum telefonisch belästigt habe. Hafenbrandl spricht hier, dass einige Versanddienstleister den Aufdruck der Telefonnummer auf dem Paket verlangen. Sorry, wir haben bereits mit GLS, DPD, Hermes, UPS und DHL versandt. Keiner dieser Anbieter verlangt im nationalen Versand den Aufdruck einer Telefonnummer auf dem Paketschein.
Hier werden wieder unnötig die Pferde scheu gemacht. Die Abfrage der Telefonnummer dient nicht nur der schnellen Kontaktaufnahme sondern ist bei Bestellungen per Rechnung oder Nachnahme auch ein sehr wichtiger Risikoindikator.
Bilderklau, dumm gelaufen
Es soll ja vorkommen, dass man etwas verkaufen möchte und kein Foto davon hat. Bei einigen Produkten ist es wichtig, dass ein Foto zu sehen ist, jedoch ist es nicht unbedingt wichtig ein Originalbild zu zeigen.
Wir haben uns daher entschieden bei der Abbildung einer Kassenschublade für eine Gastonomiekasse nicht das Originalbild zu zeigen, sondern eine Kassenlade abzubilden die so ähnlich aussieht wie das Original. Kassenladen für Gastronomiekassen sind nun nicht unbedingt der Renner, in den meisten Fällen landet das Geld nämlich im Portemonaie der Kellner, so dass wir eine solche Lade nicht lagernd haben.
Abgebildet haben wir das Foto einer Kassenlade, die wir schon gar nicht mehr im Sortiment haben.
Offenbar war bei einem “Kollegen” die Not noch größer als bei uns. Der hatte auch kein Foto von der echten Kassenlade und hat daher das folgende Foto genutzt:
Vorsichtshalber hat er noch ein Wasserzeichen angebracht, man kann ja nie wissen.
Zweifelhafte Tipps von Johannes Altmann
Mich nerven die Newsletter von Internet World Business ja schon ein bisschen, selten etwas wirklich Informatives. Meist ein kurzer Anriß per Mail, dann ein nicht viel längerer Artikel auf der Webseiten, der dann aber schön Pageviews nach oben treibend auf meherer Seiten aufgeteilt wird.
Der heutige Tipp von Shoplupe Gründer Johannes Altmann ist meiner Meinung nach ein absoluter Nonsense.
Er berichtet über den Vertrieb von Waren über Plattformen wie z.B. ebay oder amazon. Genannt wird hier ebenfalls die Integrationsmöglichkeit bei Neckermann, Otto und Plus. Für die Intergration sind bis zu 50.000 EUR fällig, als Verkaufsprovision werden bis zu 20% berechnet. So weit so gut. Er komt dann zu folgendem Fazit:
Wann lohnt sich für Sie eine Vertriebsplattform?
Bedienen Sie eine Nische und sind darin der Marktführer, haben Sie einen besonderen Zugang zu Produkten oder sind Sie sogar ein Hersteller im Direktvertrieb, dann werden die Betreiber von Vertriebsplattformen ein großes Interesse an Ihnen haben. Sie müssen eine funktionierende Endverbraucherlogistik mitbringen, geschickt verhandeln und Geduld für den Integrationsprozess haben – dann wird der Verkauf auf anderen Plattformen für Sie ein attraktives und sicheres Standbein im Onlinevertrieb.
Ob sich der gute Herr Altmann schon einmal gefragt hat, warum der Otto Versand seine Produkte nicht bei Amazon integriert oder der Plus beim Otto? Richtig, das sind Wettbewerber.
Kennt der Herr Altmann eigentlich die gängige Praxis von Amazon gut funktionierende Nischen plötzlich mit Kampfpreisen selbst zu bedienen? Dann steht plötzlich nicht nur Amazon mit meiner Artikelbeschreibung und meinen Fotos bei Google vor mir, nein, die bieten das ganze sogar noch billiger an.
Lohnt sich ein Eintrag bei meinestadt.de / allesklar.de?
Analog zu meinem Beitrag über wer liefert was möchte ich hier nun der Frage nachgehen, ob sich ein Eintrag bei meinestadt bzw. allesklar.de lohnt. Im Gegensatz zu wer liefert was, war ich selbst 2 Jahre lang Kunde bei alleklar.de.
Die allesklar.com AG betreibt mehrere Verzeichnisse auf denen man sich gegen Zahlung von mindestens EUR 249,00 zzgl. USt pro Jahr eintragen lassen kann. Auch hier ist ein kostenloser Eintrag möglich, der jedoch nach 3 Monaten automatisch wieder entfernt wird. Die Verzeichnisse sind: allesklar.de, meinestadt.de, Lycos, Fireball sowie freenet.de und DINO-Online. Leider weiß ich nicht mehr genau, welches Paket ich gewählt hatte, letztlich war es so, dass bei der Eingabe von Registrierkassen meine Seite immer als zweiter Eintrag angezeigt worden ist und zwar unabhängig davon, in welcher Stadt gesucht wurde. Die Leistung von allesklar.com hielt sich doch sehr in Grenzen. Hier mal die Refererstatistik der gebuchten Verzeichnisse für die Monate 12/2007 bis 04/2008:
- 12/2007 9 Zugriffe
- 01/2008 11 Zugriffe
- 02/2008 16 Zugriffe
- 03/2008 17 Zugriffe
- 04/2008 9 Zugriffe
Wenn man daraus einen Durchschnitt errechnet landet man bei etwa 12,4 Zugriffen pro Monat. Rechnet man nun mindestens EUR 249,00 / 12 / 12,4 bezahlt man für jeden Klick EUR 1,67. Das ist natürlich recht hoch, daher haben wir den Vertrag auch wieder gekündigt.
In anderen Branchen können die Zugriffe die über allesklar kommen sehr viel höher liegen, so dass sich ein Eintrag dort durchaus lohnen kann. Ohne gleich einen Vertrag mit allesklar eingehen zu müssen, kann man das vorher ganz gut ausprobieren. Es wird bei allesklar nämlich Werbung von Overture bzw. Yahoo eingeblendet (sponsored Links). Man kann also zunächst über Yahoo Werbung schalten, die Klickhäufigkeit und den durchschnittlichen Klickpreis ermitteln und dann mit dem Pauschalangebot von allesklar vergleichen. Diejenigen die momentan bei dem Begriff Krankenversicherung ganz vorne gelistet sind, ist das wahrscheinlich ein echtes Schnäppchen.
Servicenummern die keine sind
Mittlerweile haben sich viele Inhaber von Telefonanschlüssen für eine Flatrate entschieden, aber selbst ohne Flatrate lassen sich auch Ferngespräche für wenig Geld führen. So verwundert es mich, dass immer mehr Anbieter eine sogenannte Servicenummer aus dem Bereich 0180 verwenden, um mit ihrem Kunden zu kommunizieren. Bei Strato ist das zum Beispiel so, dass Kunden für die kleineren Angebote eine 01805 Nummer wählen müssen (0,14 Cent je Minute), bei der Bestellung eines Webservers hingegen eine kostenlose 0800 Nummer anbieten.
Die 0180 Servicenummern wurden in 1990er Jahren als besonders günstige Servicenummern eingeführt. Seinerzeit kostete ein Ferngespräch gerne mal 30 Cent pro Minute.
Warum steigt also die Zahl der 0180 Nummern, könnte man doch einfach eine normale Telefonnummer anbieten, die für den Kunden in der Regel günstiger wäre.? Dafür gibt es 2 Gründe: Zum einen erhalten die Anbieter so genannte “Werbekostenzuschüsse” in Höhe von bis zu 6 Cent pro Minute. Aus meiner Sicht eine verdeckte Gebührenbeteiligung, was aber unter der Bezeichnung wohl nicht zulässig wäre. Wenn man sich allerdings den Verdienst je Stunde ausrechnen würde käme man auf 0,06 Cent * 60 Minuten = 3,60 EUR je Stunde. Davon lässt sich vermutlich kein Call Center Agent bezahlen. Ruft man allerdings bei einer solchen Hotline mal an, muss man sich häufig durch ein Telefonmenü durchhangeln und hängt anschließend nicht selten in einer Warteschleife. Steuere ich die Anrufe nun so, dass etwa 50% der Gesprächszeit in der Sprachsteuerung oder Warteschleife verbracht werden und die anderen 50% für Gespräche von Mensch zu Mensch verbracht werden, reduzieren sich auch die Personalkosten um die Hälfte.
Hierzu mal zwei Eindrücke von mir:
- Ich bin noch nie so oft aus der Leitung geflogen, wie bei 0180 Nummern. Insbesondere bei einem großen deutschen Hostinganbieter bei dem ich mal Kunde war ist mir das aufgefallen. Man quält sich durch das Telefonmenü, hängt lange in der Warteschleife und beim Verbindungsversuch mit einem Menschen macht es Klick und ein Besetztzeichen ertönt.
- Vor ein paar Tagen habe ich den Support von Canon angerufen, da ertönte (nach dem obligatorischem Sprachmenü) am anderen Ende der Leitung eine Stimme die zwar sehr gut deutsch sprach, allerdings mit einem tschechischem Akzent. Mich würde also nicht wundern, wenn ich mit meinem Anruf in Prag gelandet bin, wo bekanntlich das Lohnniveau etwas niedriger als in Deutschland ist. Falls das hier jemand von Canon liest: Mehr als eine Vorgangsnummer habe ich bei meiner Anfrage vor ein paar Wochen nicht bekommen, das Problem wurde nicht gelöst, die versprochene Rückmeldung ist bisher ausgeblieben.
Ein weiterer Punkt ist der, dass Kunden bei einer Gebühr von 0,14 Cent pro Minute wahrscheinlich nur anrufen, wenn sich das Problem nicht auf andere Weise lösen lässt. Bei einer kostenlosen Nummer würden sich die Anruferzahlen sicherlich erhöhen und es müsste mehr Personal eingesetzt werden. Auf der anderen Seite spricht ein hohes Anruferaufkommen ein Indikator für die Qualität eines Produktes bzw. einer Anleitung. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass eine kleine selbstgeschriebene Kurzanleitung die Rückfragenquote zu einem Produkt dem Nullpunkt sehr nahe bringen kann.
Da 0180 Nummer einen Anruf auf die Festnetznummer der Hotline weiterleiten, ist es auch möglich direkt diese Festnetznummern anzuwählen und so die hohen Gebühren zu umgehen. Teletarif. de hält eine Liste mit den sich hinter den 0180 Nummern versteckenden Festnetznummer bereit.
Lohnt sich wer liefert was?
Wer liefert was bezeichnet sich selbst als Lieferantensuchmaschine, nein, eigentlich sogar als “die Lieferantensuchmaschine”.
Im Grunde ist es allerdings keine echte Suchmaschine sondern ein Verzeichnis mit Suchfunktion. Neue Webseiten werden von WLW nicht gecrawled. Das Verzeichnis von wlw ist mit etwa 830.000 Seiten im Googleindex vertreten. Echte Suchmaschinen schließen die Indexierung der eigenen Suchergebnisseiten aus.
Um bei Wer liefert was gelistet zu werden bedarf es einer Anmeldung. Es gibt derzeit auch eine kostenlose Variante, bei der man allerdings nur den Namen des Ansprechpartners und die Telefonnummer veröffentlichen kann. Einen Link zur eigenen Seite und die E-Mailadresse kann man ab dem Basiseintrag hinterlegen, den es ab EUR 48,– pro Monat. Die Links sind nicht mit nofollow gekennzeichnet.
Wer sich ein bisschen mit den Google Richtlininen auskennt, bei dem dürften spätestens jetzt die Alarmglocken läuten. Wenn ich jemandem Geld dafür gebe, dass er einen Backlink auf meine Webseite setzt, verkaufe ich demnach Links. Google findet das natürlich nicht so toll und hat diesem Problem sogar einen eigenen Artikel gewidmet.
Wer liefert was hat nach eigenen Angaben pro Jahr 22 Millionen Visits und 1,5 Millionen Entscheider suchen monatlich über wlw. Rechnen wir mal nach: 1,5 * 12 Monate = 18 Millionen. Ich gehe mal davon aus, dass die Differenz die Mehrfachbesuche von Entscheidern sind.
Wenn ich mir jetzt überlege, dass die Abfrage site:wlw.de bei Google die oben bereits erwähnten 830.000 Seiten ausgibt, dann relativieren sich die Visits auch schon wieder. Teilen wir mal die 1,5 Millionen durch 830.000 erhalten wir einen Wert von 1,807. Im Durchschnitt wird also jede Webseite von wlw pro Monat von 1,807 unterschiedlichen Besuchern aufgerufen. Eine Seite von wlw enthält allerdings mehr als eine Firma. Die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich einen Kontakt über wlw zu generieren ist daher meiner Meinung nach sehr gering.
Man muss natürlich berücksichtigen, dass der o.g. Wert den Durchschnitt über alle Seiten angibt. Diese Gleichverteilung ist natürlich nicht realistisch, es gibt mit Sicherheit Seiten, die sehr viel häufiger aufgerufen werden, aber andersherum auch Seiten die noch sehr viel seltener aufgerufen werden.
Lohnt sich denn nun ein Eintrag bei wlw? Ich denke der kostenfreie Eintrag kann nicht schaden, ich denke allerdings schon, dass wlw die kostenfreien Einträge gerne in kostenpflichtige Umwandeln möchte, Kontaktaufnahme durch wlw halte ich daher für sehr wahrscheinlich. Von den kostenpflichtigen Angeboten würde ich im Moment abraten, da die Links nicht durch ein nofollow Attribut gekennzeichnet sind. In den Google Webmastertools gibt es zum Melden von gekauften Links extra ein eigenes Formular, was sollte also die Wettbewerber davon abhalten die unliebsame Konkurrenz anzuschwärzen.
Selbst wenn die Backlinks auf nofollow gesetzt würden halte ich einen Eintrag nur für sehr margenstarke Bereich für lohnend. Ein Eintrag kostet pro Jahr mindestens EUR 576,00. Aufgrund der sehr geringen Zahl an zu erwartenden Kontakten die für dieses Geld generiert werden, lohnt es sich aus meiner Sicht nur, wenn die Kosten bereits nach dem ersten erfolgreichen Geschäft amortisiert sind.
Im Abakus Forum wurde bereits über den Sinn von wlw diskutiert, hierbei kommen auch zwei wlw Mitarbeiter zu Wort.
Ebay als Werbeplattform für den Shop nutzen
In vielen Diskussionen rund um Ebay, höre ich immer wieder von Ebay Händlern das Argument, man sehe Ebay durchaus kritisch, nutze das ganze aber, um seinen Ebay Kunden zusätzlich etwas zu verkaufen. Ebay diene somit eigentlich nur als Werbeplattform für den eigenen Shop.
Unabhängig davon, dass die Ebay AGB so etwas gar nicht zulassen, frage ich mich, ob sich das ganze nicht sogar rechnerisch hinterfragen lässt.
Wir legen unseren manuell zu programmierenden Kassen beim Verkauf eine Schnellprogrammieranleitung bei, so dass sich die Kunden nicht mit dem Handbuch des Herstellers herumschlagen mussten. Ganz unten auf diesen Anleitungen haben wir einen kleinen Bestellcoupon, mit dem die Kunden Kassenrollen bestellen können.
Gehen wir einmal davon aus, dass tatsächlich jeder Kunde sowohl im Online Shop als auch bei Ebay, der einen Coupon bekommt auch Kassenrollen bestellt. Wir nehmen für eine kleine Kasse einen Verkaufspreis von EUR 170,00 an. Die Ebay Verkaufsprovision beläuft sich ab dem 25.09.2008 für diesen Verkauf auf EUR 15,10. Die Angebotsgebühr lassen wir aus Vereinfachungsgründen unberücksichtigt.
Wenn ich nun Ebay nur als Werbeplattform betrachte, sind pro Karton Kassenrollen EUR 15,10 fällig. Na klar, Sie werden jetzt argumentieren, dass ich ja bereits mit der Kasse etwas verdient habe und haben natürlich recht.
Angenommen Sie stellen den Verkauf über Ebay ein und schalten statt dessen Anzeigen über Google Adwords. Für eine Anzeige im Bereich Registrierkassen sollten Sie einen Klickpreis von EUR 0,40 einplanen. Für EUR 15,10 bekommen Sie also genau 37,75 Klicks bzw. Besucher.
Teilen wir nun 37,75 durch 100 = 2,65, erhalten Sie die Konversionsrate (Anteil der Käufer je Besucher) , bei der es egal ist, ob Sie Ebay als Werbeplattform nutzen oder Google Adwords Anzeigen schalten. Liegt Ihre Konversionsrate in Ihrem Shop bei mehr als 2,65%, rechnet sich Ebay als Werbeplattform auf gar keinen Fall.
Nehmen wir ein anderes Beispiel, nämlich eines von Ebay selbst. In der Beispieltabelle für die neuen Ebaygebühren finden Sie die Gebühren für eine Handtasche im Wert von Brutto EUR 100,00. Die Gebühren betragen hierfür EUR 11,79.
Wir schalten nun wieder Werbung bei Google Adwords und hoffen sowohl bei Ebay als auch in unserem Shop darauf, dass noch ein passendes Portemonaie für 50 EUR dazugekauft wird. Dort bekomme wir für das Wort Handtaschen bei einem Klickpreis von 0,12 – 0,20 EUR (mit hohem Qualitätsfaktor) die Position 4-6 und 45-47 Klicks pro Tag. Für 11,79 EUR bekomme ich also 58,95 Klicks (0,20 EUR je Klick). Berechnen wir wieder den Grenzwert der Konversionsrate, 100 / 58,95 = 1,70%.
In der Praxis werden Sie die Zusatzverkaufsquote von 100% nie zu erreichen, was sowohl für den Shop als auch für Ebay gilt. Die Chance auf einen Zusatzverkauf ist in Ihrem Shop jedoch höher, da die Kunden hierfür die Plattform nicht wechseln müssen. Zu beachten ist auch, dass die Anzahl der Verkäufe bei Ebay höher oder auch niedriger sein kann, als in Ihrem Shop. Wenn Sie per Adwords pro Tag 50 Klicks für einen Suchbegriff bekommen können und eine Konversionsrate von 2% haben, erreichen Sie einen Verkauf pro Tag. Hier ist es durchaus denkbar, dass Sie pro Artikel bei Ebay zwar weniger verdienen, aufgrund einer höheren Anzahl verkaufter Artikel pro Tag dennoch einen höheren Gewinn erzielen können.
Wie Sie sehen, kann man keine pauschale Aussage darüber treffen, ob sich Ebay tatsächlich als Werbeplattform lohnt, hier muss immer eine Einzelfallentscheidung erfolgen. Wie Sie an den obigen Beispielen feststellen können, bedarf es einer genauen Kennzahlenanalyse. Wie hoch ist meine Konversionsrate im Shop, wieviele Zusatzverkäufe tätige ich über Ebay, wieviele über den eigenen Shop. Wie hoch sind die Klickpreise für Werbung (es soll nicht nur Adwords geben)…
Werbung Ende


