Archiv der Kategorie: Onlineshop

Traue keiner Statistik….Paypal

Gerade bittet mich Paypal um meine Meinung. Es geht um die Frage weclhe Zahlungsmethoden ich bei Einkäufen im Internet aktzeptiere. Aufgrund der möglichen Antworten kann ich mir vorstellen, dass eine der nächsten Pressemeldungen von Paypal lauten könnte: Vorkassezahlungen werden von Internetkäufern kaum noch aktzeptiert.

paypal_Vorkasse

Kein Paypal mehr bei Auslandsbestellungen

Ich bin gerade ziemlich sauer auf Paypal. Zum wiederholten Mal hat ein ausländischer Kunde trotz ordnungsgemäßer Belieferung einen Konflikt eröffnet und behauptet keine Ware bekommen zu haben. Die Trackingnummer war Paypal anscheinend nicht ausreichend, der Fall wurde zu Gunsten des Käufers oder besser des Räubers entschieden. Wieder mal etwas über 350 EUR die schlicht weg sind.

Es ist auch wenig lohnenswert für solche Beträge den Rechtsweg im Ausland zu suchen. Ich habe da heute einen ganz praktischen Weg gewählt und die Zahlart Kreditkarte bzw. Paypal für ausländische Kunden abgeschaltet.

Wer eine günstige Alternative zwecks Kreditkartenzahlungsabwicklung kennt, die einfach nur Geld hin und her bewegt und sich nicht als Richter aufspielt, darf gerne kommentieren.

Lohnt sich ein Supreme Shop?

Derzeit promoted Supreme sein neues Onlineshop System ohne monatliche Fixkosten. Supreme sind die mit den tollen Ebay Auktionsvorlagen. Der Shop soll innerhalb von 20 Minuten fertig eingerichtet sein. Ich bin davon überzeugt, dass der Shop rein optisch einiges hermacht, ehrlich gesagt habe ich ihn mir nur ganz kurz einmal angesehen, sah nett aus. Das System dürfte allerdings nur für absolute Neueinsteiger interessant sein, erfolgreiche Shops werden vermutlich recht schnell wieder wechseln. Der Grund liegt in der meiner Meinung nach völlig überzogenen Gebührenstruktur. Supreme möchte 3% des Bruttoumsatzes als Gebühr. Gemeint ist hier natürlich der Bruttoumsatz inklusive der Versandkosten. Erstattungen der Gebühren sind z.B. bei Retouren durch den Kunden nicht möglich. Aus den AGB von Supreme geht leider nicht ganz genau hervor, ob in den Gebühren bereits die Umsatzsteuer enthalten ist oder ob sie zu den 3% hinzugerechnet wird. Gerade der Online Handel im Textilbereich, der mit hohen Retourenquoten zu kämpfen hat, wird sich schwer mit dieser Regelung tun.

Lässt man die Retourenquote einmal außen vor, dann summieren sich die Gebühren bei einem Shop mit 50.000 EUR Monatsumsatz bereits auf satte 18.000 EUR pro Jahr. Im Unterschied zu Plattformprovisionen wie z.B. ebay oder amazon stellt supreme hier lediglich ein Shopsystem zur Verfügung, bringt aber selbst keinen einzigen Kunden in den Shop, daher muss es sich auch mit anderen Shopsystemen vergleichen lassen. In der Preislage kenne ich nicht viele…

Olivenöl selber mischen

Bei myolives.de kann man sein Olivenöl selbst mischen, obwohl mischen vielleicht nicht ganz richtig ist, denn man verfeinert sein Olivenöl mit Kräutern und Gewürzen, so dass hierbei eine ganz eigene Geschmacksrichtung kreiert werden kann.

Zur Wahl steht griechisches, italienisches und spanisches Olivenöl. Wer mag kann auf die Flaschen ein eigens Motiv anbringen lassen, zum Beispiel ein Firmenlogo oder ein Foto.

Notebook-Zubehör günstig bestellen

Ich habe gerade in einem Blog gelesen, dass ein Artikelverzeichnis mit dem Begriff Notebook-Zubehör günstig bestellen ganz toll in den Suchergebnissen bei Google aufzufinden sein soll. Und das bei 4,27 Millionen Suchergebnissen. Hätte sich der Schreiber die Mühe gemacht auch mal bis zum Ende, nämlich bis auf Seite 20 zu blättern, wäre ihm sicher aufgefallen, dass es tatsächlich nur 196 Ergebnisse sind. Abgesehen davon: Was hat der Shopbetreiber davon, wenn ein Verzeichnis gut rankt. Als Landingpage ist das eher suboptimal.

Kleiner Nachtrag, sind ja inzwischen 2 Minuten vergangen: Notebooks_billiger

Ich glaube der Kollege ist einen Platz nach unten gerutscht.

Linkbait durch Scientology Abmahnung

Ist hier eigentlich jemand der Bücher oder DVDs vertreibt? Mit einer Abmahnung des Scientology Buchladens dürfte sich durchaus eine rege Aufmerksamkeit erzeugen lassen. Dort ist weder zu sehen ob die Umsatzsteuer in den Preisen enthalten ist und auch die Versandkosten sind nicht in Produktnähe angebracht. Ich habe zwar keinen Bestellvorgang abgeschlossen, ich bin mir aber sicher im weiteren Bestellprozeß auch keine Widerufsbelehrung zu finden. Auch das Impressum enthält weder eine Steuernummer noch den Namen der vertretungsberechtigen Person. Also Feuer frei…

Tipps die die Welt nicht braucht

Im Internet World Business Newsletter wird ja gerne mal Inhalte der Printausgabe aufgewärmt. So auch im heutigen Newsletter, es geht um die Erhebung der Telefonnummer bei einer Onlinebestellung.

Ulrich Hafenbradl von Trusted Shop warnt aus zweierlei Gründen davor unnötig die Telefonnummer zu erheben und diese zum Pflichtfeld bei einer Onlinebestellung zu machen. Zum einen sei die Kaufabbruchquote höher da zahlreiche Käufer den Bestellprozeß mangels Seriosität des Anbieters abbrechen. Ein Beleg für die Behauptung bleibt er jedoch schuldig, vielleicht ist es ja nur sein Bauchgefühl. Unseriös ist die Frage nach der Telefonnummer ganz und gar nicht, schließlich kann sich noch die eine oder andere Rückfrage zur Bestellung ergeben.

Zum anderen könne ein Verstoß gegen die Datenvemeidung nach §3a BDSG vorliegen. In einem ihm bekannten Fall hat der Händler die Telefonnummern auf die Paketaufkleber gedruckt. Ein Paket wurde beim Nachbarn abgegeben, der den eigentlichen Empfänger wiederum telefonisch belästigt habe. Hafenbrandl spricht hier, dass einige Versanddienstleister den Aufdruck der Telefonnummer auf dem Paket verlangen. Sorry, wir haben bereits mit GLS, DPD, Hermes, UPS und DHL versandt. Keiner dieser Anbieter verlangt im nationalen Versand den Aufdruck einer Telefonnummer auf dem Paketschein.

Hier werden wieder unnötig die Pferde scheu gemacht. Die Abfrage der Telefonnummer dient nicht nur der schnellen Kontaktaufnahme sondern ist bei Bestellungen per Rechnung oder Nachnahme auch ein sehr wichtiger Risikoindikator.

Bilderklau, dumm gelaufen

Es soll ja vorkommen, dass man etwas verkaufen möchte und kein Foto davon hat. Bei einigen Produkten ist es wichtig, dass ein Foto zu sehen ist, jedoch ist es nicht unbedingt wichtig ein Originalbild zu zeigen.

Wir haben uns daher entschieden bei der Abbildung einer Kassenschublade für eine Gastonomiekasse nicht das Originalbild zu zeigen, sondern eine Kassenlade abzubilden die so ähnlich aussieht wie das Original. Kassenladen für Gastronomiekassen sind nun nicht unbedingt der Renner, in den meisten Fällen landet das Geld nämlich im Portemonaie der Kellner, so dass wir eine solche Lade nicht lagernd haben.

Abgebildet haben wir das Foto einer Kassenlade, die wir schon gar nicht mehr im Sortiment haben.

Originallade_serd

Offenbar war bei einem „Kollegen“ die Not noch größer als bei uns. Der hatte auch kein Foto von der echten Kassenlade und hat daher das folgende Foto genutzt:

Kassenlade_geklaut

Vorsichtshalber hat er noch ein Wasserzeichen angebracht, man kann ja nie wissen.

Zweifelhafte Tipps von Johannes Altmann

Mich nerven die Newsletter von Internet World Business ja schon ein bisschen, selten etwas wirklich Informatives. Meist ein kurzer Anriß per Mail, dann ein nicht viel längerer Artikel auf der Webseiten, der dann aber schön Pageviews nach oben treibend auf meherer Seiten aufgeteilt wird.

Der heutige Tipp von Shoplupe Gründer Johannes Altmann ist meiner Meinung nach ein absoluter Nonsense.

Er berichtet über den Vertrieb von Waren über Plattformen wie z.B. ebay oder amazon. Genannt wird hier ebenfalls die Integrationsmöglichkeit bei Neckermann, Otto und Plus. Für die Intergration sind bis zu 50.000 EUR fällig, als Verkaufsprovision werden bis zu 20% berechnet. So weit so gut. Er komt dann zu folgendem Fazit:

Wann lohnt sich für Sie eine Vertriebsplattform?

Bedienen Sie eine Nische und sind darin der Marktführer, haben Sie einen besonderen Zugang zu Produkten oder sind Sie sogar ein Hersteller im Direktvertrieb, dann werden die Betreiber von Vertriebsplattformen ein großes Interesse an Ihnen haben. Sie müssen eine funktionierende Endverbraucherlogistik mitbringen, geschickt verhandeln und Geduld für den Integrationsprozess haben – dann wird der Verkauf auf anderen Plattformen für Sie ein attraktives und sicheres Standbein im Onlinevertrieb.

Ob sich der gute Herr Altmann schon einmal gefragt hat, warum der Otto Versand seine Produkte nicht bei Amazon integriert oder der Plus beim Otto? Richtig, das sind Wettbewerber.

Kennt der Herr Altmann eigentlich die gängige Praxis von Amazon gut funktionierende Nischen plötzlich mit Kampfpreisen selbst zu bedienen? Dann steht plötzlich nicht nur Amazon mit meiner Artikelbeschreibung und meinen Fotos bei Google vor mir, nein, die bieten das ganze sogar noch billiger an.

Lohnt sich ein Eintrag bei meinestadt.de / allesklar.de?

Analog zu meinem Beitrag über wer liefert was möchte ich hier nun der Frage nachgehen, ob sich ein Eintrag bei meinestadt bzw. allesklar.de lohnt. Im Gegensatz zu wer liefert was, war ich selbst 2 Jahre lang Kunde bei alleklar.de.

Die allesklar.com AG betreibt mehrere Verzeichnisse auf denen man sich gegen Zahlung von mindestens EUR 249,00 zzgl. USt pro Jahr eintragen lassen kann. Auch hier ist ein kostenloser Eintrag möglich, der jedoch nach 3 Monaten automatisch wieder entfernt wird. Die Verzeichnisse sind: allesklar.de, meinestadt.de, Lycos, Fireball sowie freenet.de und DINO-Online. Leider weiß ich nicht mehr genau, welches Paket ich gewählt hatte, letztlich war es so, dass bei der Eingabe von Registrierkassen meine Seite immer als zweiter Eintrag angezeigt worden ist und zwar unabhängig davon, in welcher Stadt gesucht wurde. Die Leistung von allesklar.com hielt sich doch sehr in Grenzen. Hier mal die Refererstatistik der gebuchten Verzeichnisse für die Monate 12/2007 bis 04/2008:

  • 12/2007  9 Zugriffe
  • 01/2008 11 Zugriffe
  • 02/2008 16 Zugriffe
  • 03/2008 17 Zugriffe
  • 04/2008 9 Zugriffe

Wenn man daraus einen Durchschnitt errechnet landet man bei etwa 12,4 Zugriffen pro Monat. Rechnet man nun mindestens EUR 249,00 / 12 / 12,4 bezahlt man für jeden Klick EUR 1,67. Das ist natürlich recht hoch, daher haben wir den Vertrag auch wieder gekündigt.

In anderen Branchen können die Zugriffe die über allesklar kommen sehr viel höher liegen, so dass sich ein Eintrag dort durchaus lohnen kann. Ohne gleich einen Vertrag mit allesklar eingehen zu müssen, kann man das vorher ganz gut ausprobieren. Es wird bei allesklar nämlich Werbung von Overture bzw. Yahoo eingeblendet (sponsored Links). Man kann also zunächst über Yahoo Werbung schalten, die Klickhäufigkeit und den durchschnittlichen Klickpreis ermitteln und dann mit dem Pauschalangebot von allesklar vergleichen. Diejenigen die momentan bei dem Begriff Krankenversicherung ganz vorne gelistet sind, ist das wahrscheinlich ein echtes Schnäppchen.